Marco Odermatt war als großer Favorit in die Abfahrt der Männer gegangen. Am Ende jubelte aber ein Landsmann. Seit Mittwoch laufen die Wettbewerbe bei den Olympischen Winterspielen, am Freitagabend wurde das Großereignis mit einer großen Zeremonie auch offiziell eröffnet. Am Samstag ist nun die erste Medaillenentscheidung gefallen: Der Schweizer Franjo von Allmen hat sich Gold bei der Abfahrt der Männer gesichert. Der 24-Jährige schoss die Piste des alpinen Skiwettbewerbs in 1:51.61 hinunter und distanzierte seine Konkurrenz damit teilweise deutlich. Marco Odermatt, Seriensieger im Weltcup und damit auch großer Favorit bei Olympia , war sieben Zehntel langsamer unterwegs und landete nur auf einem enttäuschenden vierten Rang. Stattdessen räumten die Italiener die weiteren Medaillen ab: Giovanni Franzoni fuhr mit zwei Zehntel Rückstand auf van Allmen als Zweiter im Ziel ein, Dominik Paris landete fünf Zehntel hinter dem Sieger auf dem dritten Rang. Jocher verpasst Platz in den Top 20 Für von Allmen ist es indes nicht der erste große Triumph. Der Schweizer hatte im vergangenen Jahr den WM-Titel in Saalbach gewonnen und krönte sich bei seinem ersten Olympiastart zum zweiten Schweizer Abfahrtssieger in Serie. Vor vier Jahren in Peking hatte Beat Feuz Gold geholt. Für Deutschland ging am Samstag unterdessen Simon Jocher als einziger Athlet an den Start. Mit einer Zeit von 1:54.01 landete er auf dem 21. Rang. Am Sonntag (11.30 Uhr) sind in Cortina d'Ampezzo die Frauen mit ihrer Abfahrt an der Reihe. Neben dem mit Spannung erwarteten Auftritt der am Knie verletzten Lindsey Vonn (USA) richten sich die Blicke auch auf Emma Aicher und Kira Weidle-Winkelmann, die Medaillenkandidatinnen sind.