Wiederentdeckung | Dorothy Thompson über die Weimarer Republik: Wie ein Kommentar zur Gegenwart
Wenn man sich Zeitungen aus einer Zeit ansieht, von der man glaubt, man habe ihre wesentlichen Züge gelernt, dann werden die geordneten Vorstellungen leicht durch den Wirrwarr der da angeführten Ereignisse verstört. Dorothy Thompsons Berichte aus dem Deutschland der Jahre 1931–1932 sind ein Mittel- und Mittlerstück zwischen den damaligen Gleichzeitigkeiten und späteren Pauschalsätzen aus dem Lehrbuch.
Eigentlich sind sie weniger Reportagen als mit eigenen Beobachtungen, Zahlen und Gesprächen gespickte Essays. Und sie stammen zu einem großen Teil nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus England, Österreich, Ungarn und Polen. Das macht ihren heutigen Nutzen aus, nämlich die Verquickung von Innen und Außen.
Thompson, kurz darauf be
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