Für alle Sportler zählen die Olympischen Spiele als Karrierehöhepunkte. Eine Medaille ist die absolute Krönung, doch wenn es nicht gelingt, kann die Enttäuschung groß sein, wie bei Nils Allègre. Völlig traurig und enttäuscht zeigte sich Nils Allègre nach der Olympia-Entscheidung im Super G. Der französische Skirennfahrer war nur drei Hundertstel langsamer als Marco Odermatt und verpasste damit den Sprung aufs Podest. Im Anschluss gab er bei Eurosport ein emotionales Interview. Im Gespräch mit dem ehemaligen französischen Skirennfahrer Johan Clarey sprach er von "gemischten Gefühlen". "Es war eine großartige Woche für mich", fing er an und ergänzte, "heute mit dem vierten Platz haben mir drei Hundertstel für eine Medaille gefehlt." Biathletin verpasst Olympia-Medaille: Preuß versagen kurz vor Schluss die Nerven Novum bei Olympia : Deutschland mit historischer Goldstrecke Immer wieder rang er sichtlich mit den Emotionen, suchte nach den passenden Worten: "Was soll ich dazu sagen: Es ist enttäuschend. Wir haben viel trainiert. Ich danke auch meiner Familie, die immer an mich geglaubt hat. Es ist, wie es ist. Es ist halt der vierte Platz." Um seine Ratlosigkeit zu unterstreichen, blendete Eurosport im Anschluss ein, dass Allègre nach dem Interview weinend von Experte und Interviewer Clarey umarmt und getröstet wurde. Selbst der Schweizer Odermatt, der statt Allègre Bronze bejubeln durfte, litt mit dem Franzosen: "Ich war knapp vor Nils. Der tut mir ein bisschen leid." Lapidar fasste er im nächsten Satz jedoch zusammen: "Aber eine Medaille war heute mein Ziel". Das hat er erreicht. Für Allègre dürfte es die letzte Medaillen-Möglichkeit bei diesen Olympischen Spielen gewesen sein. Beim 32-Jährige gelten die Abfahrt und der Super-G als Parade-Disziplinen. In der Abfahrt ist er allerdings nur auf dem achten Rang ins Ziel gekommen.