Gockel kastriert „Faust“ und „Wallenstein“
In der Politik lassen sich die alten, weißen und hyperpotenten Männer aktuell (noch) nicht stürzen. All die Putins und Trumps und Netanjahus sitzen zu fest im Sattel. Anders im Theater, wo man sich die bessere Welt ja zumindest erträumen kann. Dort werden aktuell viele Klassiker unter neuen Vorzeichen gelesen und im Spiegel unserer Diskurse dekonstruiert.
Auf einmal schimmert im Dorfrichter Adam aus Kleists Der zerbrochene Krug der Jeffrey Epstein unserer Tage durch. Und selbst die Helden unserer Säulenheiligen, die uns zum Prädikat des Landes der Dichter und Denker verhalfen, Goethe und ja, gar des Freiheitskämpfers Schiller weisen ein erhebliches Chauvi-Risiko auf.
Wer dieses in durchweg kanonverdächtigen Inszenierungen herausstellt, ohne in einen di
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