Zum Abschluss ihrer Wettkämpfe haben die deutschen Skeletonis erneut Grund zum Jubeln. Dann wird es emotional. Die deutschen Skeletonis freuten sich mit der Deutschland-Flagge in den Händen über zwei weitere Medaillen und eine fast perfekte Olympia-Ausbeute. Susanne Kreher und Axel Jungk gewannen bei der olympischen Team-Premiere Silber mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung vor Jacqueline Pfeifer und Christopher Grotheer . Der erhoffte Olympiasieg ging nach Großbritannien. Obwohl das Team in drei Rennen eine überragende Ausbeute von sechs Medaillen hat, wurde es zum Abschluss emotional. Der Grund: Grotheer erklärte abschließend am ZDF-Mikrofon, dass er nun aufhört. "Das war das letzte Rennen", erklärte der gebürtige Wernigeroder. Auf die Nachfrage, ob er damit Olympia oder seine Karriere meine, sagte er: "Von der Karriere." Dann kämpfte er mit den Tränen. "Das war ein toller Abschluss, perfekt mit Jacqua (Jacqueline Pfeifer, Anm. d. Red.), weil wir zusammen angefangen haben", so Grotheer. Pfeifer, die direkt neben ihrem Teamkollegen stand, ergänzte: "Es ist schon emotional, Christopher jetzt so zu sehen. Wir haben zusammen angefangen, und jetzt hier bei unseren letzten Olympischen Spielen noch mal an den Start zu gehen, ist unbeschreiblich." Auch ihr schossen die Tränen in die Augen. "Es ist wirklich alles sehr schön gerade." Der Sportler aus Oberhof war in seiner Skeleton-Karriere ein Spätstarter. Bereits 2012 debütierte er im Weltcup, erst in der zweiten Hälfte seiner Karriere begann er, große Erfolge einzufahren – tat dies dann aber sehr eifrig. Neben seinen drei Olympia-Medaillen gewann er seit 2019 insgesamt sieben WM-Titel in Einzel- und Teamwettbewerben. Skeleton-Team sammelt sechs Medaillen Der Teamwettbewerb, der bei Olympia seine Premiere feierte, wurde für die Deutschen zum gelungenen Abschluss erfolgreicher Tage. Zuvor räumte Kreher bei ihrem Olympiadebüt gleich zwei Medaillen ab, wie Jungk hatte sie im Einzel von Cortina bereits Silber gewonnen. Jungk schaffte es nach zweimal Silber im Einzel (Peking und nun Cortina) zum dritten Mal auf das Treppchen bei Winterspielen. Zusammen hatten beide im Januar bereits den Europameistertitel im Mixed gewonnen. Durch das zusätzliche Bronze für Grotheer und Pfeifer, die auch im Einzel jeweils den dritten Platz belegt hatten, schraubte das deutsche Skeleton-Team seine Bilanz auf sechs Medaillen und erfüllte damit mehr als nur seinen Soll.