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ZDF-Wirbel um "heute journal": Ein ganzes System gerät in Verruf

Das ZDF wird wegen einer "heute journal"-Ausgabe kritisiert. Von Manipulation ist die Rede. Der Fall zeigt, wie fahrlässig der Sender nicht nur seinen eigenen Ruf aufs Spiel setzt. Ein öffentlich-rechtlicher Sender muss höchsten Qualitätsansprüchen genügen. Beitragszahler haben ein Anrecht darauf, den in ARD , ZDF und Co. berichteten Ereignissen zweifelsfrei Glauben zu schenken. Wenn also eine der renommiertesten Nachrichtensendungen des Landes, das "heute journal", über Abschiebepraktiken in den USA berichtet, müssen die Fakten stimmen. Und wenn dennoch Fehler passieren, so wie am Sonntag, dann müssen sie umgehend und transparent aufgeklärt werden, nicht erst zwei Tage später und auf Medienanfrage. Doch genau das ist passiert. Womit die ZDF-Sendung nicht nur zeigt, wie schlampig offenbar gearbeitet wurde. Sondern auch, wie schlecht die hausinterne Krisenkommunikation ist. Beides schürt einmal mehr und in diesem Fall zu Recht die Vorbehalte gegen ein ohnehin oft kritisiertes, beitragsfinanziertes Rundfunksystem und untergräbt dessen Glaubwürdigkeit. ZDF muss reagieren: Wirbel um "heute journal"-Sendung Zwei Tage später: Jetzt bittet das ZDF um Entschuldigung Als ZDF-Moderatorin Dunja Hayali das "heute journal" am Sonntag präsentierte, sagte sie: "Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, wird festgestellt haben, dass es sehr viele Videos zu den Einsätzen der ICE-Truppen von Donald Trump gibt. Nicht alle sind echt, aber doch sehr viele." Anschließend zeigte das ZDF fatalerweise genau das: echte sowie unechte Szenen aus den USA – ohne diese Unterscheidung kenntlich zu machen. Der Sender bediente sich für die Bebilderung seines Beitrags an KI-Material des OpenAI-Videogenerierungstools Sora, tat aber so, als seien diese Bilder echt. So war im "heute journal" zu sehen, wie eine Frau von ICE-Einsatzkräften abgeführt wird, während zwei Kinder weinend versuchten, die Männer davon abzuhalten. Dramatische Bilder, die es so in der Realität nie gegeben hat. Nicht nur ein, sondern gleich zwei schwere Fehler Aber diese KI-Szene war nicht der einzige Fehler. Für den Beitrag wurde nachweislich auch Archivmaterial aus dem Jahr 2022 verwendet. Im Off-Kommentar des "heute journal" hieß es, dass ICE-Agenten "Minderjährige vor ihren Schulen" mitnähmen. Zu sehen war ein Junge, das Gesicht verpixelt und die Arme auf dem Rücken verschränkt, der von einem Mann in Uniform abgeführt wurde. Das Problem: Der Clip zeigt eine vier Jahre alte Polizeimaßnahme aus Florida . Damals nahmen Beamte einen zehnjährigen Schüler nach einer Amokdrohung an einer Grundschule in Cape Coral fest. Die Illustrationen über angeblich brutale Methoden der US-Abschiebebehörde ICE fußen also auf gleich zwei Schwindeln: einem KI-Video mit weinenden Kindern und vier Jahre altem Archivmaterial. Das ist keine unglückliche Verkettung von Fehlern oder eine folgenschwere Nachlässigkeit, sondern Irreführung des Publikums – besonders dann, wenn den Zuschauern zwei Tage lang die Wahrheit vorenthalten wird. ZDF erweist Öffentlich-Rechtlichen einen Bärendienst Denn vielen wäre dieser Fehler vermutlich nicht einmal aufgefallen. Erst als rechte Medien im Netz darauf aufmerksam machten, reagierte das ZDF. Zunächst löschte man den Beitrag, dann bearbeitete man ihn nachträglich und teilte auf Anfrage mit: "Die Redaktion hat den Fehler korrigiert und das Video entsprechend angepasst." Dass sie damit nicht davonkommen würde, war absehbar. Am Dienstag bat der Sender schließlich um Entschuldigung: "Wir entschuldigen uns in aller Form für diese Fehler. Der Beitrag entspricht nicht unseren Standards und hätte in dieser Form nicht gesendet werden dürfen." Moderatorin Dunja Hayali kann einem leidtun dafür, dass sie nun mit ihrem Gesicht für einen Beitrag stehen muss, der in so vielerlei Hinsicht missglückt ist. Die 51-Jährige stand in der Vergangenheit schon oft im Kreuzfeuer rechtspopulistischer Hasskampagnen – und sie ist die Letzte, die für diesen irreführenden Beitrag etwas kann. Vielmehr wirft es ein schlechtes Licht auf Stefan Leifert, den Leiter des ZDF-"heute journal", seine Stellvertreterin Anne Gellinek und die Redaktion, die diesen Beitrag zu verantworten hat. Es ist ein Bärendienst, den die zuständigen Redakteure dem ZDF und dem gesamten öffentlich-rechtlichen Nachrichtenbetrieb hier erweisen. Solch eine Fehlleistung ist Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die den Öffentlich-Rechtlichen regelmäßig Voreingenommenheit und Meinungsmache vorwerfen. Es wäre ein Leichtes gewesen, für diesen Beitrag passendes Material zu recherchieren. Doch nur weil die vermeintlichen Szenen gut ins Motto der Erzählung passten, heißt es noch lange nicht, dass sie dort auch hingehören. Da hilft es auch nicht, dass sich das ZDF nun damit herausreden möchte, man habe mit dem gezeigten Beitrag "ein Klima der Angst" veranschaulichen wollen, "das selbst vor Kindern nicht Halt macht". Von Hanns Joachim Friedrichs ist der Satz überliefert: Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten. In diesem Sinne steht der ZDF-Beitrag für schlechten Journalismus, der Konsequenzen haben muss. Die Krisenkommunikation steckt in der Krise Wie heißt es so schön? "Dummheit schützt vor Strafe nicht." Egal, ob es Unachtsamkeit war oder mehr: Grobe Fahrlässigkeit ist ein unentschuldbares Fehlverhalten – besonders dann, wenn es Signalwirkung hat wie hier und damit auf fatale Art und Weise ein ganzes System in Verruf bringt. Bei der Gelegenheit sollte das ZDF gleich prüfen, warum die Krisenkommunikation so schlecht funktioniert. Denn erst mit den peinlichen Ausflüchten der Presseabteilung setzte man sich den Attacken rechtspopulistischer Medien aus und ließ auf diese Art und Weise eine menschliche Fehlerkette zu einem handfesten Skandal anwachsen.

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