Am Freitag und Samstag steht in Antholz der Massenstart der Herren und der Damen an. Dafür sind insgesamt sechs DSV-Biathleten qualifiziert. Von den Olympischen Spielen berichtet Benjamin Zurmühl Da waren es nur noch zwei Wettkämpfe. Nach den zwei vierten Plätzen in den Staffeln hat das deutsche Biathlon-Team noch zwei weitere Chancen auf Medaillen. Im Massenstart der Herren (Freitag) und im Massenstart der Damen (Samstag) geht es bei den Olympischen Spielen in Antholz noch einmal zur Sache. Anders als bei den bisherigen Wettkämpfen nominiert der DSV aber hierfür kein Aufgebot. Denn über die Teilnahme am Massenstart entscheiden nicht die Verbände, sondern die Ergebnisse in der bisherigen Weltcup-Saison sowie bei Olympia . Zum einen sind die 15 besten Biathleten und die 15 besten Biathletinnen des bisherigen Gesamtweltcups qualifiziert. Damit hatten Franziska Preuß (Platz 13) und Philipp Nawrath (Platz 12) ihren Platz sicher. Zum anderen haben die Medaillengewinner aus den Einzelwettbewerben der Olympischen Spiele , die nicht schon über den Gesamtweltcup dabei sein, ein Ticket. Aufgefüllt wird das Teilnehmerfeld anhand der diesjährigen Olympia-Ergebnisse. Dadurch haben es Philipp Horn (unter anderem Platz 10 im Sprint und Platz 11 in der Verfolgung) und David Zobel (unter anderem Platz 21 im Einzel und Platz 19 im Sprint) bei den Herren geschafft. Bei den Frauen sind Vanessa Voigt (Platz 4 im Einzel, Platz 12 im Sprint) und Janina Hettich-Walz (Platz 8 im Einzel) dabei. Wer im Massenstart aus dem DSV-Team fehlt Damit haben es nur sechs der insgesamt elf deutschen Olympioniken im Biathlon geschafft. Für fünf andere sind die Olympischen Spiele vorzeitig vorbei. Lucas Fratzscher , der nur im Einzel an den Start durfte, fehlt ebenso wie Justus Strelow , der lange auf Kurs war, sich aber in der Verfolgung zu viele Fehler am Schießstand leistete. Immerhin: Sollte noch ein Athlet kurzfristig ausfallen, würde Strelow nachrücken. Wo steht Deutschland? Der Medaillenspiegel der Olympischen Winterspiele Die Übermacht im Wintersport : Warum dominiert Norwegen bei Olympia? Nach erneuten Problemen : Preuß meldet sich zu Wort Bei den Frauen ist zum einen Anna Weidel nicht dabei, die gar nicht zum Einsatz kam. Zum anderen müssen auch die jungen Athletinnen Selina Grotian und Julia Tannheimer zuschauen, die bei ihrem Olympia-Debüt hier und da ihr Talent aufblitzen ließen, aber nicht ganz oben anklopfen konnten. Gerade Julia Tannheimer fiel positiv auf, war in der Staffel eine starke Startläuferin. Grotian will "stärker zurückkommen" Selina Grotian hingegen zeigte sich sehr selbstkritisch. In einem Instagram-Post schrieb sie: "Meine ersten Olympischen Spiele sind vorbei – und ehrlich gesagt waren sie sowohl sportlich als auch persönlich enttäuschend für mich." Bei ihren drei Einsätzen in Antholz hatte Grotian nur die Plätze 55 im Einzel, 52 im Sprint und 41 in der Verfolgung belegt. Womöglich beeinträchtigte sie die Covid-Infektion vor wenigen Monaten stärker als gedacht. Auch am Schießstand "lief nichts wie sonst". Gleichzeitig kündigte sie an: "Ich werde daraus lernen und stärker zurückkommen." Womöglich schon im kommenden Weltcup in Kontilahti (Finnland) Anfang März. Beim olympischen Massenstart am Samstag muss sie aber noch einmal zuschauen.