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Vetternwirtschaft in der AfD: Stefan Keuter und Dirk Brandes im Fokus

Der Vetternwirtschafts-Skandal erschüttert die AfD. Neue t-online-Recherchen zeigen nun: Die Lebensgefährtinnen von drei Schwergewichten der Partei arbeiten im Bundestag. Eine davon sogar direkt bei ihrem Partner. Die Enthüllungen kommen Schlag auf Schlag, schon jetzt tragen die Ausmaße der Vetternwirtschaft in der AfD absurde Züge. Jetzt trifft es drei weitere Schwergewichte der AfD: Nach t-online-Recherchen ist die Freundin des stellvertretenden AfD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Stefan Keuter, auf Kosten des Steuerzahlers Mitarbeiterin direkt in dessen Büro. Pikant: Keuter ist im Fraktionsvorstand für Personalangelegenheiten zuständig. Im System des Bundestags ist die Frau als Keuters Mitarbeiterin eingetragen. Parteiintern ist die Beziehung seit Langem bekannt. Mehrere Quellen bestätigen, dass die beiden gemeinsam parteiinterne Veranstaltungen, Geburtstagsfeiern und Empfänge besuchen. t-online wurden zudem Aufnahmen von Keuters Wohnsitz in Duisburg zugespielt – auf Klingelschild und Briefkasten stehen Keuters sowie der Nachname der Frau gemeinsam. Privatfotos zeigen beide in Dubai und beim Oktoberfest . Auf Anfrage von t-online bestätigt Keuter die Anstellung, leugnet oder bestätigt aber nicht die Beziehung. Er bestreitet "eine gemeinsame Haushaltsführung oder ein Zusammenleben". Dass sich der Name seiner Mitarbeiterin an seiner Wohnung befinde, habe "ausschließlich praktische Gründe", so Keuter. "Ich nehme vorübergehend Post für sie entgegen." Lebensgefährtin von Bundesvorstandsmitglied arbeitet bei Kollegen Mit dem Bundestagsabgeordneten Dirk Brandes gerät außerdem ein weiteres Mitglied des AfD-Bundesvorstands in die Affäre. Im internen System des Bundestags wird nach Recherchen von t-online Brandes' Lebensgefährtin als Mitarbeiterin im Büro von Stefan Henze aufgeführt. Ihr ist eine entsprechende Mitarbeiter-E-Mail-Adresse zugeordnet. Brandes sitzt bereits seit 2021 im Bundestag, vor zwei Jahren wurde er zudem in den Bundesvorstand der Partei gewählt. Stefan Henze ist 2025 erstmals für die AfD in den Bundestag eingezogen. Er kommt wie Brandes aus dem Landesverband Niedersachsen. Im AfD-Kreisverband Hannover-Land ist Brandes der Vorsitzende, Henze sein Stellvertreter – und auch Brandes' Freundin ist Mitglied des Vorstands. Brandes ist mit ihr seit Jahren liiert. In den sozialen Netzwerken teilt man Pärchenfotos, auch auf Parteiveranstaltungen treten die beiden als Paar auf. Wie bereits berichtet, sind auch Ex-Frau und aktuelle Ehefrau des niedersächsischen AfD-Landeschefs Ansgar Schledde in AfD-Büros beschäftigt . Henze wie Brandes äußerten sich auf Anfrage von t-online nicht. Ehefrau von NRW-Strippenzieher Esser in Berliner AfD-Büro Neben Keuter deckt t-online nun außerdem einen weiteren Fall aus dem AfD-Landesverband Nordrhein-Westfalen auf: Die Ehefrau des in NRW mächtigen AfD-Strippenziehers und Landtagsabgeordneten Klaus Esser wird im System des Bundestags als Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Markus Matzerath aufgeführt. Auch Matzerath kommt wie Esser aus NRW und ist 2025 neu in den Bundestag eingezogen. Esser muss sich aktuell wegen des Vorwurfs der Zeugnis- und Urkundenfälschung vor Gericht verantworten. Matzerath ließ vier konkrete Fragen von t-online zu der in seinem Büro gelisteten Ehefrau von Esser unbeantwortet. In einer E-Mail teilte er lediglich mit: Seine Mitarbeiter hätten vielfach Kontakt zu Verwaltung und öffentlichen Institutionen, seien also "alle bekannt". Esser nahm auf Anfrage von t-online zunächst keine Stellung. Esser wiederum soll über sein Büro im Düsseldorfer Landtag eine 85-Jährige beschäftigen, wie "Spiegel" und "Kölner Stadt-Anzeiger" berichten. Demnach steht erheblich infrage, ob die Frau aus gesundheitlichen Gründen überhaupt noch arbeiten kann. Ihr Ehemann aber soll Teil eines Netzwerks sein, das Esser nahesteht. Auch der Ehemann ist über ein Büro eines AfD-Abgeordneten aus Nordrhein-Westfalen beschäftigt – der sitzt allerdings in Brüssel . Am Tag nach der Berichterstattung wies Esser die Vorwürfe zurück. Er tue etwas für die "Teilhabe von älteren Menschen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Mitarbeiter sprechen von "Dysfunktionalität" Aus der Mitarbeiterschaft im Bundestag heißt es, man habe sich an die Verhältnisse gewöhnt, gut aber seien sie nicht. Man habe Hemmungen, Lebensgefährten oder Verwandte von Abgeordneten, die bei Kollegen oder wie bei Keuter direkt in deren Büros angestellt sind, zu kritisieren oder überhaupt wegen inhaltlicher Arbeit zu kontaktieren. "Das ist auch ein Teil der Dysfunktionalität in der Fraktion", sagt einer zu t-online. "Normale Arbeitsabläufe sind so nicht möglich." Ein anderer kritisiert ganz ähnlich, dass man "in dem Laden" erst einmal fragen müsse, "ob und wie die Leute verwandt oder verschwägert sind, bevor man sich zu irgendetwas oder irgendwem äußert". Das verhindere vertrauensvolle und produktive Arbeit. Drei Strippenzieher in Rheinland-Pfalz betroffen In den vergangenen Tagen sind immer mehr zweifelhafte Anstellungen in AfD-Büros bekannt geworden – gerade auch bei Spitzenfunktionären im Bund, ausgedehnt über mehrere Landesverbände. So beschäftigt Alexander Jungbluth, Mitglied des AfD-Bundesvorstands und Abgeordneter im Europaparlament, die Tochter seiner EU-Kollegin Irmhild Boßdorf sowie die Ehefrau von Sebastian Münzenmaier. Zuerst berichtete der SWR . Münzenmaier gilt als einer der wichtigsten Strippenzieher und Architekt der Kandidatenlisten in der AfD. Er ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag und Vizechef der AfD Rheinland-Pfalz, aus der auch Jungbluth kommt. Die Verbindung zwischen den beiden ist aber noch weitaus enger: Jungbluth hat bis Mitte 2024 für Münzenmaier gearbeitet. Auf dem Bundesparteitag, bei dem Jungbluth für den Bundesvorstand kandidierte, mussten er und Münzenmaier spontan noch nach Jungbluths Bewerbungsrede im Saal einen Auflösungsvertrag seiner Anstellung unterzeichnen . Die Satzung der Partei nämlich benennt einen Sitz im Bundesvorstand mit einem "entgeltlichen Beschäftigungsverhältnis" als "unvereinbar". Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD im rheinland-pfälzischen Landtag, Damian Lohr, gilt als rechte Hand von Münzenmaier bei der Kandidatensetzung. Auch seine Mutter sowie sein Stiefvater arbeiten in Mainz und dem nahegelegenen Wiesbaden in AfD-Büros. Wie t-online zuerst berichtete , arbeitet zudem die Ehefrau des baden-württembergischen AfD-Landeschefs Markus Frohnmaier im Bundestag für den Abgeordneten Johann Martel, der aus demselben Landesverband stammt. Martel ist ebenfalls erst 2025 in den Bundestag eingezogen. Frohnmaier sitzt bereits seit neun Jahren im Bundestag und ist wie Keuter und Münzenmaier stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Daneben bekleidet er eine ganze Reihe von weiteren Ämtern. Er ist aktuell Spitzenkandidat der AfD für die Landtagswahl am 8. März. Frohnmaier steht AfD-Chefin Alice Weidel sehr nahe und hat ihren zuvor stets tief zerstrittenen Heimat-Landesverband unter Kontrolle gebracht – mit Methoden, die parteiintern scharf in der Kritik stehen . Vater, Bruder, Flügelkampf Die Welle der Berichterstattung über Vetternwirtschaft in der AfD hatte ein Streit in der AfD Sachsen-Anhalt ausgelöst. Hier waren durch Hinweise aus der Partei erstmals Verwandten-Beschäftigungen in rauer Zahl publik geworden , zu denen es entsprechende Absprachen zwischen den AfD-Funktionären gegeben haben soll. So arbeitet der Vater des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und AfD-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl, Ulrich Siegmund, bei einem Parteikollegen aus Sachsen-Anhalt im Bundestag. Auch Martin Reichardt, Mitglied im Landes- wie Bundesvorstand der AfD, soll in der Vergangenheit mehrere enge Angehörige, darunter seine Ehefrau, bei einem Kollegen untergebracht haben. Im Fall des Parlamentarischen Geschäftsführers der Landtagsfraktion, Tobias Rausch, sind weite Teile seiner gesamten Familie über Kollegen beschäftigt – gleich drei Geschwister sind bei einer Bundestagsabgeordneten angestellt. Im niedersächsischen Landesverband ist über die Frage von Anstellungs- und Postenvergabe inzwischen ein Flügelkampf entbrannt. Hier wirft die Europaabgeordnete Anja Arndt dem Landesvorstand um Schledde in einem aktuellen Brandbrief sogar ein System vor, nach dem Bundestagsabgeordnete 35 Prozent ihres Mitarbeiterbudgets für Parteiarbeit im Landesverband reservieren sollen. Der Brief liegt t-online vor. Bei 13 Bundestagsabgeordneten gehe es mutmaßlich um 1,45 Millionen Euro pro Jahr, die auf diese Art zweckentfremdet würden, heißt es darin. Schledde und der Landesvorstand weisen die Vorwürfe zurück. Es ist ein schwerer Vorwurf, der Journalisten bei Recherchen in der Partei zu dem Thema aber immer wieder begegnet. Auch mit Blick auf Sachsen-Anhalt sprechen Quellen von einem System der "Provision": Wer ein Mandat oder eine wohldotierte Stelle erhalte, müsse im Anschluss wieder Geld abgeben an jene, denen er sie verdankt.

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