Nachberichte ProB Süd 22. Spieltag
21.02.2026 17:30 Uhr // SV Fellbach Flashers vs. Dresden Titans 94:90
Nach einem Start nach Maß und mehreren starken Offensivphasen liefern sich die Dresden Titans mit den Flashers Fellbach ein intensives Duell auf Augenhöhe. Trotz großer Moral und spätem Anschluss müssen sich die Elbriesen am Ende knapp geschlagen geben.
Mit viel Energie und klarem Fokus erwischen die Titans einen Start nach Maß und setzen früh erste Akzente. Fellbachs Trainer reagiert jedoch schnell, nimmt Anpassungen vor und bringt sein Team zurück auf Spur. Während Dresden das offensive Volumen zunächst aufrechterhält, zeigen sich in der Defensive zunehmend Schwächen. Wisdom explodiert zum Schluss des ersten Viertels mit acht Punkten in Folge und führt die Titans zu einer 30:20-Führung.
Auch nach der Pause bleibt Uboh weiterhin heiß, doch nun fangen auch die Gastgeber Feuer. Fellbach lässt sich defensiv kaum stoppen und gibt zunehmend den Ton an. Der offensive Rhythmus der Dresdner geht verloren, dennoch schenkt Kevin Kollmar seinem Team kurz vor der Pause mit einem wichtigen Dreier neue Kraft und stellt auf 52:52.
Der zweite Durchgang beginnt ausgeglichen, doch das Dresdner Angriffsspiel bleibt zerfahren. Ballverluste und Fehlwürfe häufen sich, während die Flashers ihre Würfe sicher treffen. Ein Wechsel in die Zonenverteidigung zeigt Wirkung, dennoch tun sich die Elbriesen weiterhin schwer und müssen einen 72:67-Rückstand hinnehmen.
Zum Start des spielentscheidenden Viertels übernimmt der gegnerische Nik Philip Schlipf Verantwortung, wird seiner Führungsrolle gerecht und trifft schwierige Distanzwürfe. Zwar stellt Kevin Kollmar mit einem weiteren Dreier nochmals den Anschluss her, doch den entscheidenden Coup schaffen die Dresdner nicht mehr. Am Ende verlieren die Titans knapp mit 90:94.
Dresden Titans Headcoach Valentino Lott: „Wir konnten leider defensiv nur phasenweise Impulse setzen und haben Fellbach viele einfache Lay-Ups in unserer Zone gegeben. Zwar haben wir den Ball offensiv bewegt, waren aber nicht in allen Situationen konsequent genug, sie zu attackieren. Wir haben jetzt Zeit über die FIBA-Pause, das Spiel zu verdauen und unsere Schlüsse zu ziehen, um gegen Ludwigsburg defensiv ein anderes Gesicht zu zeigen.“
21.02.2026 18:00 Uhr // OrangeAcademy vs. CATL Basktball Löwen 102:53
Die OrangeAcademy hat am Sonntagnachmittag einen dominanten Sieg gegen die CATL Basketball Löwen Erfurt errungen und sich mit 102:53 klar durchgesetzt. Die jungen Uuulmer präsentierten sich von Anfang an konzentriert und überzeugten als Team. Sie übten früh in der Partie viel Druck auf den Gegner aus und setzten sich dementsprechend schnell entscheidend ab.
Die Partie begann aus Sicht der Academy etwas holprig, als der Gastgeber aus Erfurt zunächst mit einem 7:0-Lauf vorlegte. Davon ließen sich die jungen Ulmer jedoch nicht beirren. Durch eine stark agierende Defensive fanden sie schnell wieder ihren Rhythmus. Die Mannschaft um Headcoach Florian Flabb zeigte sich kämpferisch und kontrollierte im Anschluss das Spielgeschehen.
Vor allem durch ein schnelles Umschalten und kluges Zusammenspiel konnten zahlreiche Fastbreak-Punkte erzielt und ein großer Vorsprung herausgespielt werden. In der ersten Halbzeit zogen die Ulmer frühzeitig davon und führten zur Pause bereits mit 55:23.
Auch im dritten Viertel setzten sie ihre Leistung fort und bauten den Vorsprung weiter aus. Immer wieder fanden sie freie Würfe, besonders von jenseits der Dreipunktelinie, und zeigten sich auch am offensiven Brett mit vielen Rebounds präsent. So stand es nach dem dritten Abschnitt bereits 80:35 – ein Statement der jungen Ulmer Talente.
Zu Beginn des vierten Viertels gelang es Erfurt zwar noch einmal, durch einige Steals schnelle Punkte zu erzielen, doch die OrangeAcademy hielt dem Druck stand. Die Intensität im Spiel der Ulmer blieb hoch, und die Defensive zeigte erneut ihre Stärke, sodass die Gäste trotz besserer Erfurter Offensive weiterhin klar dominierten. Am Ende sicherte sich die OrangeAcademy einen deutlichen 102:53-Erfolg.
21.02.2026 19:00 Uhr // SKYLINERS Juniors vs. VR-Bank Würzburg Baskets Akademie 94:76
In einer wichtigen Partie empfingen die SKYLINERS Juniors die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie im BCM. Die SKYLINERS Juniors feierten einen wichtigen 94:76-Heimerfolg gegen die VR-Bank Würzburg Baskets Akademie und arbeiten sich damit in der ProB Süd weiter nach vorne.
Die Gäste erwischten den deutlich besseren Start und führten nach wenigen Minuten mit 14:5. Frankfurt tat sich zunächst schwer, fand dann aber zunehmend Zugriff auf das Spiel. Bis zum Ende des ersten Viertels kämpften sich die Juniors zurück – nach zehn Minuten stand es 23:22 für Würzburg.
Im zweiten Viertel präsentierten sich die Frankfurter deutlich wacher und strukturierter. Vor allem Jamie Edoka und Desmond Watson übernahmen offensiv Verantwortung und trieben ihr Team an. Schritt für Schritt erspielten sich die Juniors eine Führung und gingen mit 44:41 in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Team von Markus Klusemann das etwas wachere Team. Ein wichtiger Dreier von Ivan Crnjac brachte Frankfurt erstmals zweistellig in Front (59:49). Vor dem Schlussabschnitt führten die Juniors mit 63:56. Oftmals war es wieder die hohe defensive Intensität, die den Würzburgern das Leben schwer machte.
Zu Beginn des letzten Viertels waren es erneut Watson (26 Punkte) und Edoka (27 Punkte), die Verantwortung übernahmen und wichtige Treffer erzielten. Mit hoher Intensität und klarem Fokus bauten die Juniors ihren Vorsprung weiter aus und ließen in der Schlussphase nichts mehr anbrennen. Am Ende stand ein verdienter 94:76-Erfolg auf der Anzeigetafel. Mit diesem wichtigen Sieg verbessern sich die SKYLINERS Juniors auf den neunten Tabellenplatz der ProB Süd und bleiben damit weiterhin in Schlagdistanz zu den Playoff-Plätzen.
21.02.2026 19:00 Uhr // BBC Coburg vs. TSV Oberhaching Tropics 117:85
Nach etwas Anlaufschwierigkeiten setzte sich der BBC Coburg am 22. Spieltag der ProB Süd gegen dezimierte Tropics aus Oberhaching am Ende doch deutlich mit 117:85 durch. Grund dafür war vor allem eine klare Leistungssteigerung der Vestestädter in der zweiten Hälfte. Beeindruckende 72 Punkte legte die Mannschaft von Cheftrainer Patrick Seidel nach der Pause auf und überrollte sichtlich überforderte Gäste aus Oberbayern völlig.
Der Coburger Start verlief alles andere als gut. 0:10 lagen die Vestestädter nach nicht einmal zwei gespielten Minuten zurück. Eine frühe Auszeit Seidels weckte den BBC aber allmählich auf. Allen voran unter den Korb nutzten Dawson, Herzog und Ćosić mehr und mehr die Vorteile, die sich den Coburgern aufgrund der dünnen Personaldecke der Gäste ergaben. Allerdings stimmten die Disziplin und Energie am defensiven Ende des Feldes weiterhin nicht wirklich, weshalb die Tropics auch nach dem ersten Viertel in Front blieben (16:21).
Das änderte sich aber, kurz nachdem Wenzl den ersten Dreier versenkte. Ćosić auf Zuspiel von Fasoyiro besorgte die anschließende BBC-Führung (25:24). Doch auf der Gegenseite stemmte sich vor allem Nedzad Muratovic, der im Hinspiel noch punktlos blieb, legte in der ersten Hälfte furiose 27 Punkte auf. Allein fünf Dreier netzte der Bosnier im zweiten Viertel ein und hielt die Tropics auf Augenhöhe mit dem BBC. Dieser sicherte sich dank Wenzls Distanzwurf aber eine knappe 45:44-Halbzeitführung.
Zufrieden konnten die Vestestädter damit jedoch nicht sein. Deutlich griffiger und konzentrierter kamen die Hausherren daher aus der Kabine. Mit intensiver Defense und teils schönen Kombinationen in der Offensive bauten die Coburger den Vorsprung quasi im Sekundentakt aus und überrannten die Tropics förmlich. 26:3 stand es nach gut fünf absolvierten Minuten im dritten Viertel, was in einer 71:47-Führung für den BBC mündete. Der Coburger Vorsprung lag nach dem dritten Spielabschnitt schon bei 25 Zählern lag (86:61).
Die Frage, die es für die knapp 700 Zuschauer im Schlussviertel noch zu beantworten gab, war, wann die 100-Punkte-Marke geknackt werden würde. Diese fiel durch Fasoyiro bereits fünf Minuten vor dem Ende (100:70). Da der Sieger der Partie längst feststand, war es BBC-Headcoach Patrick Seidel vergönnt, der zweiten Coburger Garde mehr Minuten zu gönnen.
21.02.2026 19:30 Uhr // BG Hessing Leitershofen vs. Ahorn Camp Baskets 87:78
Die BG Hessing Leitershofen/Stadtbergen hat am Samstagabend ihre Ausgangsposition im Kampf um die Play-Off Plätze in der BARMER 2. BASKETBALL BUNDESLIGA nachhaltig verbessert. In der Stadtberger Sporthalle bezwang man vor 855 Zuschauern die Ahorn Camp Baskets Speyer mit 87:78. In der Tabelle kletterte man dadurch hoch auf Platz fünf.
Das Spiel begann etwas zäh, man merkte beiden Teams an, dass es um sehr viel an diesem Abend ging. Nach dem ersten Viertel hatten die Kangaroos null von acht Dreiern getroffen, Speyer einen von sieben. Ein 14:15 Niedrigscore auf der Anzeigetafel war die Folge davon. Den Stadtbergern gelang es dabei immerhin, einen zwischenzeitlichen 6:14 Rückstand zu egalisieren.
Ferenc Gille, der erstmals nach langer Verletzungspause wieder im Team stand und ein sehr gelungenes Comeback feierte, gelang per Korbleger zum 18:17 erstmals wieder eine Führung für die Heimischen zu erzielen. Clint Hamann erhöhte etwas später sogar zum 36:29, der höchsten BG-Führung in der ersten Halbzeit. Speyer konterte erneut, und so ging es beim Spielstand von 44:44 ausgeglichen in die Halbzeitpause. Die Dreierquote der Leitershofer war allerdings kaum besser geworden, nur ein einziger Treffer gelang bei 14 Versuchen.
Das dritte Viertel stand dann ganz im Zeichen der Kangaroos. Man zeigte spielerisch und kämpferisch eine sehr gute Leistung und zog bis auf 71:61 davon. Gewonnen war das Match aber noch nicht. In den letzten zehn Minuten stellte der Gegner auf eine unangenehme Zonenverteidigung um und glich bis zur 37. Spielminute wieder zum 75:75 aus, die Partie drohte zu kippen.
Wie schon vor Wochenfreist in Dresden übernahm erneut Kapitän Jannik Westermeir die Verantwortung und traf nun zwei Dreier binnen einer Minute. Das war eine Vorentscheidung. Die Pfälzer mühten sich redlich, hatten den Schwaben aber final nichts mehr entgegenzusetzen. BG-Chefcoach Emanuel Richter zeigte sich anschließend zufrieden mit seinem Team: „Trotz der schwachen Dreierquote von 15% haben wir als Mannschaft gewonnen. Es war ein sehr wichtiger Sieg für das Erreichen der Play-Offs und die Jungs haben einen guten Job gemacht“, so BG Headcoach Richter.
22.02.2026 15:00 Uhr // Porsche BBA Ludwigsburg vs. FC Bayern Basketball II 71:76
Im Spitzenspiel und Verfolger-Duell der ProB Süd unterliegt die Porsche Basketball-Akademie dem FC Bayern Basketball II 71:76. Gegen die Zweitvertretung der Münchner agieren die Ludwigsburger zu ineffizient und fehlerhaft und kassieren. Im Sinne der angestrebten Playoff-Qualifikation ist der 22. Spieltag ein Rückschlag, die Lage in Gänze aber weiterhin sehr gut: Die Gelb-Schwarzen sind mit einer 11:9-Bilanz Vierter.
Die Gelb-Schwarzen starteten fahrig und unkonzentriert. Immer wieder gestatteten sie den bayerischen Gästen einfachste Punkte innerhalb der Zone. 28 ihrer 38 Zähler sollten die Münchner in Halbzeit eins in unmittelbarer Korbnähe erzielen. Die BBA’ler blieben nach einer schwachen Anfangssequenz (3:10) dran, waren aber im Angriff aber zu trefferschwach unterwegs, um die Partie auf ihre Seite zu ziehen (37:38, 20. Spielminute).
Stattdessen entwickelte sich in der Rundsporthalle im unmittelbaren Vorfeld des BMW TOP FOURs in München ein rasantes Duell. In diesem waren vor Agust Kjartansson und Andrija Susic für die Schwaben nicht zu stoppen. Das Duo orchestrierte die Offensive der Rot-Weißen exzellent und hatte mit Niko Jerkic (78 2P%) und Desmond Yiamu (89%) hochprozentig treffende Abnehmer an seiner Seite.
Ludwigsburg musste wesentlich mehr für Zählbares auf der Anzeigetafel arbeiten, tat dies aber sehr konsequent. Neben Abdulhay Kömürkara machten Daniel Mack, samt spektakulärem Poster-Dunk über Kilian Fischer, und Lars Danziger einen guten Job. Doch auch eine deutlich bessere Dreierquote (32 3P% | 19 3P%) sowie eine Führung im dritten (45:42) und vierten (58:54) Viertel sollten an diesem Nachmittag nicht für die benötigte Stabilität sorgen.
München zerrüttete den gelb-schwarzen Rhythmus durch eigene Korberfolge sehr erfolgreich. Simon Feneberg und Julis Baumer versuchten sich zwar am Erzwingen einer Entscheidung – und später an einer Wende – doch die entscheidenden Spielzüge gelangen den Gästen. Kjartansson, Susic brachten die Bayern mit zwei der drei Münchner Distanztreffer in der 37. und 39. Minute auf die Siegerstraße, deren Spur für ein Zusammenrücken in der ProB-Tabelle sorg(t)en.