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Deutschlands nächster Bundespräsident: Merkel wird es nicht – wer dann?

Wer folgt auf Frank-Walter Steinmeier als Staatsoberhaupt? Etwa Angela Merkel? Ein Jahr vor der Wahl ist der Wettbewerb eröffnet. Gesichert ist nur eins. Machen Sie sich keine Hoffnung oder keine Sorgen, je nachdem: Angela Merkel wird nicht Bundespräsidentin. Das ist nur eine politische Nebelkerze. Merkel hat immer noch eine treue Fangemeinde, das stimmt. Aber weder ihre Partei noch das Land, schon gar nicht Friedrich Merz , rufen nach ihrem Comeback. Es war nicht alles schlecht in den 16 Merkel-Jahren, aber jetzt lassen wir es gut sein. Außerdem will sie ja auch gar nicht. Aber wer soll es werden, wenn Frank-Walter Steinmeier – bitte nicht gähnen, es wird gleich spannend! – 2027 vom Amt erlöst wird und wir von Steinmeier erlöst werden? Namen werden gehandelt, jeder kennt einen, jeder hat einen Favoriten. Ich höre schon die professionellen Mahner: Vorsicht, die Würde des Amtes! Nicht beschädigen! Nein, das wollen wir nicht. Aber mitreden wollen wir schon. Politik ist Res Publica, eine öffentliche Angelegenheit, also raus aus dem Berliner Hinterzimmer. Wer soll es werden? Gehen wir die Sache systematisch an. Die Auswahl ist groß. Jeder Deutsche, der das 40. Lebensjahr vollendet hat, kann Bundespräsident werden. Das sind etwa 40 Millionen. Aber die Hälfte fällt schon mal raus. Weil der nächste Bundespräsident eine Bundespräsidentin sein wird. Von links bis rechts sind (fast) alle der Meinung, dass nach zwölf Männern eine Frau das höchste Staatsamt übernehmen soll. Ich finde das richtig. Wenn Sie einwenden, nicht das Geschlecht sei entscheidend, sondern die Qualifikation, beantworten Sie bitte diese Frage: Waren die Männer in den letzten 75 Jahren immer besser qualifiziert? Die Präsidentinnenwahl ist nicht nur eine Personalfrage, sondern auch eine Machtfrage. Nach zehn Jahren Steinmeier (SPD) ist die Union als aktuell stärkste politische Kraft wieder an der Reihe. Als "präsidiabel" gelten intern vor allem vier Frauen: Julia Klöckner und Karin Prien aus der CDU , Dorothee Bär und Ilse Aigner aus der CSU . Es wird interessant Vor dem Kandidatinnen-Check kurz zum Profil der ausgeschriebenen Stelle: Die Bundespräsidentin sollte klug sein, überparteilich, integrativ. Sie muss reden können, idealerweise hat sie auch etwas zu sagen. Tadellose Reputation wird vorausgesetzt. Wenn sie Ministerin war, sollte sie in diesem Amt reüssiert haben. Und klar, in der Welt muss die Präsidentin unser Land souverän repräsentieren. Haben Sie eine Favoritin? Ich persönlich neige dazu, Karin Prien von der Shortlist zu streichen. Prien ist schon lange für die Bildungspolitik zuständig, erst in Schleswig-Holstein, jetzt in der Bundesregierung . Sie war Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, die für den Abstieg Deutschlands in den Pisa-Studien verantwortlich ist. In der Corona-Zeit wollte sie das Abitur ausfallen lassen. Das sind nicht die besten politischen Referenzen, finde ich. Julia Klöckner habe ich hier schon einmal gelobt und mir damit ordentlich Ärger eingehandelt . Aber ich mag die Frau. Sie hat eine positive Ausstrahlung, das ist in der deutschen Politik selten. Klöckner war einmal Weinkönigin, da rümpfen die Intellektuellen gleich die Nase, als wäre das irgendwie anrüchig. Als Bundestagspräsidentin beharrt sie im Parlament auf Ordnung und Anstand. Sie zeigt den Krakeelern von der AfD die Grenzen auf. Aber Bundespräsidentin? Das löst sogar bei mir ein Störgefühl aus. Kürzlich sah ich Klöckner im Gazastreifen , im Militär-Outfit mit schusssicherer Weste. Ein Fotograf dokumentierte jeden ihrer Schritte. Tags darauf saß sie im Fernsehen, Mainzer Fassnacht, sie trug ein funkelndes Kleid im Stil der Roaring Twenties, dazu Perlenketten, schwarze Handschuhe und ein Glitzer-Stirnband. Mir ist das alles zu viel Maskerade, zu viel Instagram. Bleiben noch zwei Also eine der CSU-Frauen? Dorothee "Doro" Bär hat eine steile Karriere vorzuweisen. Von der Uni direkt in den Bundestag. Sie ist Ministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, war in der Regierung Merkel für die Digitalisierung zuständig. Welche Digitalisierung? Diese Frage spricht gegen sie. Was für sie spricht: Bär wäre nicht nur eine Frau im höchsten Amt, sondern eine engagierte Kämpferin für die Frauen im Land. Sie hat mich beeindruckt, als sie 2020 ihre Mitgliedschaft in der Ludwig-Erhard-Stiftung kündigte, aus Protest gegen den damaligen Vorsitzenden Roland Tichy. Tichy, ein nach rechts abgerutschter Publizist, hatte in seinem Medium einen unflätigen, sexistischen Beitrag gegen die SPD-Politikerin Sawsan Chebli veröffentlicht. Bär stellte sich demonstrativ an die Seite der Frau aus dem anderen politischen Lager. Solch einen moralischen Kompass braucht auch die künftige Bundespräsidentin. Trotzdem steht bei mir nicht Doro Bär, sondern Ilse Aigner auf Platz eins der Liste. Als Landwirtschaftsministerin bei Merkel hat sie einen guten Job gemacht, sie war nicht nur Sprachrohr des Bauernverbandes. Bei Seehofer war sie als Wirtschaftsministerin erfolgreich, heute ist sie Präsidentin des Landtags in Bayern. Ihre politische Arbeit verdient Respekt. Mir imponiert ihre Biografie. Aigner ist keine Akademikerin, sie hat Radio- und Fernsehtechnik gelernt, dann eine Fachschule besucht: Systemelektrik für Hubschrauber. Als sie 18 war, wurde ein Tumor in ihrem Rückenmark entdeckt, es folgten eine risikoreiche Operation und eine lange Leidenszeit. Die persönliche Begegnung mit dem Schicksal gehört nicht zum Anforderungsprofil der Bundespräsidentin. Aber wer diese Erfahrung gemacht hat, weiß, dass das Leben nicht nur ein Spiel ist. Dass es andere Ziele gibt als die Macht. Ein Plan B schadet nie Apropos Macht: Die künftige Bundespräsidentin braucht eine Mehrheit. Eine Mehrheit aus CDU, CSU und dem Koalitionspartner SPD , auch die Grünen müssten für sie stimmen. Die Grünen – für eine CSU-Frau? Wo doch Markus Söder ständig Gift und Galle gegen sie spritzt. Eigentlich ist das zu viel verlangt. Aber Aigner ist die Anti-Söder. Beide konkurrierten um das Amt des Ministerpräsidenten in Bayern, den Wettbewerb gegen den fränkischen Bully hat sie glatt verloren. Weil die politische Schlammschlacht nicht ihre Stärke ist. Sie polarisiert nicht, sondern gleicht aus. Sie wirft keine Gräben auf, sondern baut Brücken über die Gräben. Sie erreicht Menschen auch jenseits des CSU-Milieus. Zweimal hat sie bei Bundestagswahlen das beste Erststimmen-Ergebnis aller Abgeordneten erzielt. Aus dem Berliner Hinterzimmer ist zu hören, Ilse Aigner sei auch die Favoritin von Friedrich Merz. Sicher ist ihre Wahl trotzdem nicht. Die Bundesversammlung, in der die Präsidentin gewählt wird, ist doppelt so groß wie der Bundestag, mehr als 1.300 Mitglieder sind schwer zu steuern, die Mehrheit ist labil. Und bis zum 30. Januar 2027, dem voraussichtlichen Wahltag, kann politisch noch einiges passieren. Es empfiehlt sich also, einen Plan B zu haben. Plan B wäre eine Persönlichkeit aus der Forschung, der Justiz, aus Wirtschaft oder Kultur. Alles außer Politik. In den Medien lesen Sie auch für diese Option schon viele Namen, von A wie Allmendinger bis Z wie Zeh. Die eine ist Wissenschaftlerin, die andere Schriftstellerin. Gut gemeinte Vorschläge, aber erstaunlich naiv. Beide sind SPD-Mitglieder. Warum sollte Friedrich Merz eine Sozialdemokratin ins Rennen schicken? Etwa 15 Millionen Frauen haben bei der Bundestagswahl CDU oder CSU gewählt. Ich schätze, zehn Millionen von ihnen sind Ü40, also wählbar. Offen gestanden: Für den Plan B traue ich mir noch keine Prognose zu. Aber Priorität hat sowieso der Plan A: Ilse Aigner.

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