Bill Gates hat sich bei seiner Stiftung für seine Kontakte zu Jeffrey Epstein entschuldigt. Dabei gestand er auch zwei außereheliche Affären. Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich bei einer internen Versammlung seiner Stiftung, der Gates Foundation, für seine Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein entschuldigt. Darüber berichtet das "Wall Street Journal". Demnach sprach Gates offen über seine damaligen Fehlentscheidungen und darüber, wie sie den Ruf seiner Stiftung belastet haben. Während der sogenannten Veranstaltung am Dienstag räumte Gates ein, ab 2011 regelmäßig Epstein getroffen und ihn auch in verschiedene Länder begleitet zu haben. Er habe dessen Privatjet genutzt, sich jedoch nie auf dessen Anwesen oder mit Opfern aufgehalten. "Ich habe nie etwas Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen", so Gates. Faktencheck zur "State of the Union"-Rede: Trump log mehrmals Rede zur Lage der Nation: Hier offenbarte Trump seine neue Schwachstelle Er bezeichnete es als großen Fehler, Epstein getroffen und Mitarbeiter der Stiftung in gemeinsame Treffen einbezogen zu haben. "Ich entschuldige mich bei allen, die durch diesen Fehler mit hineingezogen wurden", sagte Gates. Gates sieht "klaren Widerspruch" Zudem gab der Milliardär zwei außereheliche Affären mit russischen Frauen zu, darunter eine Bridge-Spielerin und eine Kernphysikerin. Diese Beziehungen stünden nicht im Zusammenhang mit Epstein-Opfern, betonte Gates. Epstein habe das Wissen über die Affären später genutzt, um Druck auf ihn auszuüben. Gates zufolge habe ihn Epsteins Umgang mit anderen einflussreichen Persönlichkeiten dazu verleitet, die Treffen als "normalisiert" wahrzunehmen. Erst in der Rückschau sei ihm das ganze Ausmaß von Epsteins kriminellen Aktivitäten bewusst geworden. "Das steht im klaren Widerspruch zu den Werten und Zielen der Stiftung", so Gates. Ein Sprecher der Gates Foundation bestätigte gegenüber der Zeitung, Gates habe sich den Fragen der Mitarbeitenden gestellt und Verantwortung übernommen. Die Enthüllungen werfen erneut ein Schlaglicht auf das weitreichende Netzwerk Epsteins und dessen Einfluss auf prominente Persönlichkeiten. Eine direkte Verwicklung Gates' in kriminelle Handlungen ist nicht belegt.