Herbert Hainer plädiert für mehr Freiheit für Klub-Investoren in Deutschland. Seine Forderung könnte den Konkurrenzkampf in der Bundesliga verändern. Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München , hat im Münchner "Club Wirtschaftspresse" am Donnerstagabend die Abschaffung der "50+1"-Regel gefordert. "Ich bin der festen Überzeugung, dass '50 plus 1' abgeschafft werden und jeder Verein selbst entscheiden sollte", sagte er. Der Bayern-Präsident sieht in der Regelung ein Hindernis für Investoren, die um ihren Einfluss fürchten. Denn: Die Regel verhindert, dass externe Investoren die Mehrheit der Stimmrechte an deutschen Fußball-Profiklubs übernehmen können, was laut Hainer den Wettbewerb in der Bundesliga beeinflusst. Champions-League-Auslosung: FC Bayern im Achtelfinale gegen BVB-Bezwinger Transfergerüchte: Juventus Turin jagt offenbar Leon Goretzka Das Bundeskartellamt prüft derzeit die Rechtmäßigkeit von Ausnahmen dieser Regel, wie sie bei Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg bestehen. Hainer erwartet, dass die Entscheidung des Kartellamts neuen Schwung in die Diskussion bringen könnte. "Je nachdem, wie das Kartellamt entscheidet, kann da wieder Dynamik reinkommen", äußerte er. Bayern will Mehrheit der Anteile behalten Trotz seiner Kritik an der Regelung betonte Hainer, dass der FC Bayern die Mehrheit seiner Anteile behalten wolle. Der Verein plant, mindestens 70 Prozent der FC Bayern München AG zu behalten, während Adidas, die Allianz und Audi jeweils 8,33 Prozent der Anteile besitzen. Im Vergleich zur englischen Premier League sieht Hainer die Bundesliga im Nachteil, insbesondere bei den Fernseheinnahmen und der Auslandsvermarktung. "Da muss die Bundesliga attraktiver werden", forderte er.