Der vermeintliche Dopingfall von Biathletin Rebecca Passler hatte vor und während Olympia Aufsehen verursacht. Die Biathletin lässt die Zeit Revue passieren. Die wegen Dopings zwischenzeitlich gesperrte Olympia-Athletin Rebecca Passler hat sich nach den Wettbewerben in Mailand und Cortina zu Wort gemeldet. In einem Beitrag bei Instagram schrieb die Italienerin, dass sie bereit sei, "meine Gefühle mit euch zu teilen." Dass sie kurz vor Olympia außerhalb der Wettkämpfe positiv auf das verbotene Mittel Letrozol getestet wurde, "war das Schlimmste, was einem Sportler passieren kann." Sie sei am Boden zerstört gewesen und es hätte Momente gegeben, die sich für sie unfair und nicht verständlich angefühlt haben. "Alles, wofür ich gearbeitet hatte, jeden einzelnen Tag, Monat und jedes Jahr, um einen Traum zu verfolgen, fühlte sich an, als wäre es in einem einzigen Moment zerstört worden". Die 24-Jährige prangerte dabei den Umgang mit ihrer Person an. "Ich bin nicht mit dem Respekt behandelt worden, den jeder Mensch verdient. Ich bin ein Mensch. Ich habe Gefühle." Dennoch bedankte sie sich auch bei den Personen, die immer an ihrer Seite gestanden hätten. Ihre vorläufige Suspendierung wurde nach ihrem Einspruch aufgehoben. Passler erklärte damals, dass ihre Mutter Letrozol zur Behandlung ihres Brustkrebses nehmen würde. Bei einem gemeinsamen Frühstück soll ein Löffel, mit dem auch das Medikament eingenommen wird, von beiden für Nutella benutzt worden sein. ARD-Doping-Experte Hajo Seppelt zweifelte massiv an der Darstellung der Athletin. Das Medikament dient dazu, den Östrogenspiegel zu senken. Passler hätte noch bei den Olympischen Spielen starten können, wurde jedoch nicht für die Team-Staffel nominiert. Sie wolle sich nun neue Ziele setzen und niemals aufgeben. "Die Reise geht weiter", schrieb sie zum Abschluss.