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"Vorwärts": SPD-Parteizeitung verabschiedet sich von Print-Ausgabe

Die SPD reagiert auf mediale Entwicklungen und sinkende Mitgliederzahlen. Das Blatt "Vorwärts" erscheint künftig digital. Eine führende Sozialistin prägt das Blatt in frühen Jahren. Radikale Umstellung bei der SPD-Parteizeitung "Vorwärts": Genau 150 Jahre nach der Gründung wird das Blatt nun nicht mehr regelmäßig auf Papier erscheinen. Einen entsprechenden Bericht des "Tagesspiegel" bestätigte die SPD-Parteizentrale. Demnach will die SPD ihr Parteimagazin digitaler aufstellen. "Wenn wir den 'Vorwärts' als schlagkräftige Stimme der deutschen Sozialdemokratie erhalten wollen, müssen wir ihn so weiterentwickeln, dass er im digitalen Zeitalter gut bestehen und die SPD stärken kann", zitierte der "Tagesspiegel" aus einer E-Mail von "Vorwärts"-Chefredakteurin Karin Nink vom Mittwoch an die Abonnentinnen und Abonnenten des Magazins mit der Betreff-Zeile "Die (vorerst) letzte Vorwärts-Ausgabe". Aus SPD-Kreisen hieß es aber, auch künftig seien aber weiterhin noch gedruckte Ausgaben möglich. SPD: Partei sieht Völkerrechtsbruch im Iran Brandenburg: Die neue Koalition aus SPD und Union steht SPD folgt dem Vorbild der "taz" Verlag und Redaktion sollten erhalten bleiben und "ein völlig neues Produkt" entwickeln, hieß es demnach. Das Ziel sei "ein neuer, digitaler 'Vorwärts'". In der Zwischenzeit informiere dieser seine Abonnentinnen und Abonnenten "wie gewohnt auf vorwärts.de, auf Facebook, Instagram und TikTok, im Podcast 'SPDings' und in unserem wöchentlichen Newsletter", zitierte der "Tagesspiegel" weiter aus der E-Mail der Chefredaktion. Zuvor hatte bereits die linksalternative "taz" ihre Erscheinungsweise geändert. Das Blatt erscheint nur noch am Wochenende in der Printversion. Der "Vorwärts" leidet dem Bericht zufolge seit Jahren unter Digitalisierung, steigenden Druckkosten und sinkenden SPD-Mitgliederzahlen. Das Blatt beschäftigte sich stets nicht allein mit dem Parteileben, sondern auch mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Aufsehen lösten auch Kolumnen renommierter Journalisten aus, etwa von Peter Ehrlich aus Brüssel . Der "Vorwärts" wurde im Jahr 1876 gegründet. Zu seinen Mitarbeitern zählten auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, ehe sie die SPD 1917 verließen. Die meisten "Vorwärts"-Abonnentinnen und Abonnenten sind SPD-Mitglieder. Herausgeber ist SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf. Der vor 150 Jahren 1876 gegründete "Vorwärts" ist die älteste deutsche Parteizeitung und eine der ältesten Zeitungen in Deutschland überhaupt.

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