Kathi Mühlbauer kämpft sich bei den Australian Women's Classic sehenswert durch den Wind und fährt im Magenta Shores GC gleich bei ihrem zweiten Saisonstart mit Rang 10 ihr erstes Topergebnis auf der Ladies European Tour ein.
Nachdem Kathi Mühlbaauer vergangene Woche nach den Regenkapriolen bei den Ford Women's NSW Open am Ende ein Schlag aufs Wochenende fehlte, läuft es im Magenta Shores GC diesmal deutlich besser für die LET-Aufsteigerin. Vor allem am Donnerstag wusste die Oberösterreicherin voll zu überzeugen und legte mit einer 67 (-5) ein sehenswertes Fundament. Zwar ging ihr am Freitag dann am Weg zur 73 (+1) nicht mehr alles so leicht von der Hand, als 13. und mit nur zwei Schlägen Rückstand auf die Top 10 startet sie aber in mehr als nur aussichtsreicher Position ins Wochenende.
Der Start in den dritten Spieltag verläuft nicht so ganz nach Kathis Geschmack, denn nach verpasstem Par 5 Birdie auf der 1, leuchtet bereits am Par 3 der 3 der erste Schlagverlust auf. Zwar bessert sie diesen prompt wieder aus, tritt sich jedoch auf der 5 und der 8 die nächsten Fehler ein und kommt so trotz eines Erfolgserlebnisses am Par 5 der 9 nur knapp über Par zum Turn. Zunächst will es dann auch auf den hinteren Neun nicht nach Plan verlaufen, wie ein weiterer Schlagverlust auf der 12 untermauert.
Erst ein sehenswertes Birdie am Par 3 danach gibt Kathi die benötigte Initialzündung, denn in Folge läuft sie richtig heiß und dreht mit weiteren roten Einträgen auf der 14 und der 15 ihr Tagesergebnis sogar erstmals unter Par. Im Finish lässt dann auch das Par 5 der 17 noch etwas springen, womit sich sogar die 70 (-2) ausgeht, die sie als 11. mit nur einem Schlag Rückstand auf die Top 10 in den Finaltag starten lässt.
Wacker durch den Wind gekämpft
Enorm schwierig präsentiert sich am Sonntag der Magenta Shores GC bei böigen Windverhältnissen, was Kathi auf den ersten Löchern aber rein gar nicht beeindruckt, wie ein Blitzstart mit gleich drei roten Einträgen auf nur fünf Bahnen untermauert. Damit drückt sie auch gehörig aufs Tempo und spielt sich rasch unter die Topränge nach vor. In Folge fordert der Wind dann aber auch seinen Tribut, was sich vor allem auf der 7 mit einem Schneemann richtig unangenehm bemerkbar macht.
Das kostet plötzlich auch gehörig den Rhythmus, denn auf der 8 und der 10 schleichen sich weitere Fehler ein. Da jedoch alle Spielerinnen am Sonntag alle Hände voll zu tun haben um ihren Score halbwegs zusammenhalten zu können, hält sich die einzige Österreicherin im Wochenende auch weiterhin hartnäckig in den Top 10. In Folge kann sie ihr Spiel dann auch wieder stabilisieren, findet auf der 15 sogar noch ein weiteres Birdie und fährt so am Ende trotz eines abschließenden Bogeys mit der 75 (+3) und Rang 10 gleich bei ihrem zweiten Saisonstart ihr erstes Topergebnis auf der LET ein.
"Heute wars echt ziemlich schwer mit dem Wind und dem Regen. Der Start war richtig gut, aber in dem Wind war ein schlechter Schlag gleich richtig schlecht und dem Quadruple-Bogey war ich dann auch gleich wieder zurück in der Realität. Hätte nicht gedacht, dass es sich am Ende noch für ein Top 10 ausgeht, aber umso mehr freue ich mich jetzt", tankt Kathi vor den kommenden weiteren beiden Turnieren in Australien gehörig Selbstvertrauen. Lokalmatadorin Kelsey Bennett lässt mit einer richtig starken 71 (-1) nichts mehr anbrennen und fährt bei gesamt 13 unter Par einen am Ende doch sehr überzeugenden Sieg ein.
Fotos: LET
Leaderboard Australian Women's Classic