Analysten haben unter einem israelischen Kampfjet eine ungewöhnliche Bombe entdeckt. Die auffälligen Markierungen lassen auf eine seltene Spezialmunition schließen. Nach einer Woche Krieg im Nahen Osten haben Analysten des Fachmagazins "The War Zone" anhand öffentlicher Beiträge der israelischen Armee eine ungewöhnliche Bombe unter einem israelischen Kampfjet entdeckt. Auf den Bildern ist ein F-16-Jet zu sehen, unter dessen Flügeln zwei 2.000-Pfund-Bomben vom Typ JDAM hängen, die auffällige rote Markierungen tragen. Solche Kennzeichnungen sind bei dieser Munition ungewöhnlich. Die Experten von "The War Zone" vermuten, dass es sich um eine spezielle Variante mit Brandladung handeln könnte. Möglich sei eine Abwandlung einer Präzisionsbombe, die ursprünglich für den Irakkrieg entwickelt wurde. Diese Waffe wurde speziell zur Bekämpfung von chemischen und biologischen Waffen konzipiert. Sie kombiniert eine Sprengladung mit weißem Phosphor, der bei der Explosion eine starke Hitze entwickelt und so chemische Kampfstoffe zerstören soll. Überblick: Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost Teherans große Hoffnung: Irans gigantisches Drohnenarsenal Weißer Phosphor gilt zwar nicht als chemische Waffe, ist jedoch umstritten, weil sein Einsatz in dicht besiedelten Gebieten, bei einer Brenntemperatur von etwa 815 Grad, schwere Verletzungen verursachen kann. Das iranische Regime betreibt seit den frühen 1980er-Jahren ein eigenes Entwicklungsprogramm für chemische Waffen. Nach dem Ende des Iran-Irak-Krieges erklärte Teheran, dieses Programm eingestellt zu haben. 1997 trat das Land der Chemiewaffenkonvention bei. Besonders Israel und die USA haben jedoch wiederholt Zweifel geäußert, dass sich das Regime in Teheran vollständig an die Vereinbarung hält. Ob tatsächlich eine solche Spezialmunition im aktuellen Konflikt eingesetzt wird, ist unklar. Israel hat sich bislang nicht zu den auffälligen Markierungen geäußert. Die Analysten von "The War Zone" räumen jedoch ein, dass es sich auch um israelische Spezialkennzeichnungen handeln könnte, die von den üblichen standardisierten US-Markierungen abweichen. Die israelische Armee hat bisher nicht auf Anfragen des Fachmagazins geantwortet.