Das Bundesliga-Spiel zwischen dem FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt erlebt eine kuriose Unterbrechung: Ein Schiedsrichterassistent muss verletzt ausgetauscht werden. Lange Zeit war am Sonntagnachmittag im Hamburger Millerntor-Stadion nicht viel los, denn der FC St. Pauli und Eintracht Frankfurt lieferten sich zunächst ein sportlich ausgeglichenes Bundesliga-Duell. Dann aber signalisierte Linienrichter Christian Dietz plötzlich Probleme. Es lief die 41. Spielminute, als Hauptschiedsrichter Felix Zwayer die Partie unterbrach und sich zu seinem Kollegen an die Seitenlinie begab. Ein Betreuer eilte ebenfalls herbei, tauschte sich mit dem Linienrichter aus. Dietz schüttelte den Kopf, für ihn ging es nicht weiter. Fast vier Minuten Pause für den Schiedsrichtertausch Er humpelte in Richtung Ersatzbank, wo sich sein Vertreter bereit machte. Eric Weisbach, für das Spiel in Hamburg eigentlich als vierter Offizieller eingeteilt, übernahm für seinen Kollegen an der Seitenlinie. Der Wechsel brachte eine mehrminütige Unterbrechung mit sich. Dietz wurde zunächst kurz untersucht, sein Vertreter machte sich unterdessen warm. Bevor Weisbach schließlich als Linienrichter übernehmen konnte, musste auch an seinen Kommunikationsgeräten gebastelt werden. Gut vier Minuten dauerte die Auswechslung der etwas anderen Art schließlich. Entsprechend üppig fiel die Nachspielzeit kurz darauf aus, nennenswerte Aktionen brachte sie aber nicht mehr hervor. St. Pauli und Frankfurt gingen torlos in die Kabine. Dabei brauchen beide Mannschaften dringend einen Sieg: Die Kiezkicker würden sich mit einem Erfolg etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt verschaffen, auf den zwölften Rang springen. Die Hessen wiederum könnten den Rückstand aufs sechstplatzierte Bayer Leverkusen auf sieben Punkte verkürzen. Die Werkself hatte am Samstag 3:3 in Freiburg gespielt.