In Baden-Württemberg zeichnet sich ein enges Rennen zwischen Grünen und CDU ab. Die SPD fährt ein historisch schlechtes Ergebnis ein. So reagieren die Parteien. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg liefern sich Grüne und CDU ein enges Rennen um Platz eins. Nach den Hochrechnungen von ARD und ZDF liegen die Grünen mit Spitzenkandidat Cem Özdemir knapp vor der CDU von Landeschef Manuel Hagel. So reagieren die Parteien auf die ersten Zahlen. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn , sprach von einer Schmutzkampagne gegen CDU-Kandidat Hagel. Zugleich betonte er den starken Stimmenzuwachs seiner Partei bei steigender Wahlbeteiligung. Özdemir habe so stark abgeschnitten, weil er "alles versteckt" habe, was grün sei, sagte Spahn im ZDF. Erste Hochrechnung: Grüne knapp vor CDU Baden-Württemberg: Newsblog zur Wahl CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann erklärte, die Wahl sei für seine Partei noch nicht entschieden. Der Abend bleibe spannend, sagte er in der ARD. Man warte zunächst die erste Hochrechnung ab. "Natürlich hoffen wir noch", so Linnemann. Co-Parteichef Felix Banaszak sieht seine grüne Partei durch das Abschneiden in Baden-Württemberg im Aufwind. "Dieses Ergebnis bringt uns so einen Rückenwind", sagte er. "Mit den Grünen ist zu rechnen in diesem Land." Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ricarda Lang sprach von einem "historischen Ergebnis". "Ich bin total überwältigt", sagte sie in der ARD. Chrupalla: "Riesenerfolg" für AfD Die AfD hat ihr Ziel, in Westdeutschland erstmals über 20 Prozent zu kommen, vorerst verfehlt. In den Hochrechnungen liegt sie derzeit zwischen 17 und 18 Prozent. Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat sich "sehr zufrieden" mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gezeigt. Es handele sich um einen "Riesenerfolg", sagte er mit Blick auf die 18-Uhr-Prognosen von ARD und ZDF, nach denen die AfD bei 17,5 bis 18 Prozent liegt. Die AfD habe ihr Ergebnis verdoppelt und sei jetzt stärkste Oppositionspartei im Landtag. "Wir sind der Gewinner des Abends", sagte Chrupalla. "Wir sind jetzt auch in Baden-Württemberg Volkspartei." Die SPD führt ihre Wahlschlappe zu großen Teilen auf den Zweikampf zwischen CDU und Grünen in Baden-Württemberg zurück. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf bezeichnet das Ergebnis seiner Partei bei der Landtagswahl als "sehr bitter". Die SPD sei in dem Zweikampf zwischen den Spitzenkandidaten von CDU und Grünen, Manuel Hagel und Cem Özdemir, "unter die Räder gekommen". Diese Polarisierung habe der SPD massiv geschadet. Wähler seien von der SPD zu den Grünen gewandert. Der SPD-Bundesvorsitzende Lars Klingbeil hat sich tief enttäuscht über das schlechte Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg gezeigt. "Das ist ein total bitterer Abend", sagte Klingbeil im ZDF zum historisch schlechten Ergebnis seiner Partei im Südwesten von knapp über 5 Prozent. Die SPD habe für ein anderes Ergebnis gekämpft.