Des Königs neue Kleiderordnung und der Hutaufstand von Madrid
- warum besonders der Marqués de Esquilache den Zorn der Spanier weckt,
- mit welchen Maßnahmen dieser Minister und König Karl III. Spanien modernisieren,
- wovon König Karl III. und seine Frau Maria Amalia beim Einzug in Madrid schockiert sind,
- unter welchem Beinamen König Karl III. in die Geschichte eingehen möchte,
- warum der König die Bewohner Madrids mit Kindern vergleicht.
Als Karl III. im Jahr 1759 unverhofft die Nachfolge auf dem Spanischen Thron antreten muss, unternimmt er große Anstrengungen, um sein Reich zu modernisieren. Das Land wird von Adelsfamilien und der Kirche dominiert. Karl beschneidet zu deren Missfallen die Privilegien beider Gruppen und belegt sie mit Steuern.
Mit Verboten weckt er auch den Zorn des Volkes. Der Minister des Königs, der Marqués de Esquilache, überspannt schließlich den Bogen: Am 10. März 1766 verbietet er das Tragen breitkrempiger Sombreros und langer Mäntel. Den Spaniern wird befohlen, französische Kleidung zu tragen, kurze, enge Jacken und dazu einen Dreispitz.
Es kommt zum Aufstand. Karl gibt dem Druck nach und macht den Aufständischen weitgehende Zugeständnisse. Eines ist die Verbannung von Esquilache, der aus der Regierung ausgeschlossen und als Botschafter nach Venedig geschickt wird.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Professor Christian von Tschilschke, Uni Münster
- Walther L. Bernecker und Horst Pietschmann: Geschichte Spaniens. Stuttgart 1993
- Horst Pietschmann: Karl III. (1759–1788). In: Walther L. Bernecker, Carlos Collado Seidel und Paul Hoser (Hrsg.): Die spanischen Könige. 18 historische Porträts vom Mittelalter bis zur Gegenwart. München 1997
Weiterführende Links:
- Planet Wissen: Geschichte der Stadt Madrid
- Rainer Wohlfeil: Brot - Olivenöl - Kichererbsen. Eine Studie zur „Lebensqualität“ der Unterschichten im Spanien Karls III.
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Redaktion: Christoph Tiegel und Sefa Inci Suvak
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