Nach dem starken Anstieg der Ölpreise greifen erste europäische Regierungen ein. Kroatien und Ungarn begrenzen die Spritpreise, um Verbraucher zu entlasten. Angesichts stark gestiegener Ölpreise haben Kroatien und Ungarn Preisobergrenzen für Kraftstoffe eingeführt. Wie der kroatische Ministerpräsident Andrej Plenković in Zagreb mitteilte, gilt seit Mitternacht eine Preisobergrenze von 1,50 Euro pro Liter Benzin und 1,55 Euro pro Liter Diesel. Die Regelung ist zunächst für zwei Wochen vorgesehen. Nach Angaben der Regierung steigen die Kraftstoffpreise zwar weiterhin, der staatliche Eingriff soll den Anstieg für Verbraucher jedoch begrenzen. Ohne die Maßnahme hätte Benzin laut Plenković etwa 1,55 Euro pro Liter gekostet. Beim Diesel wäre der Preis demnach auf 1,72 Euro pro Liter gestiegen. Ungarn reagiert ebenfalls Auch Ungarn reagiert auf die Entwicklung. Ministerpräsident Viktor Orbán kündigte einen ähnlichen Preisdeckel an, der ab der Nacht zu Mittwoch gelten soll. Hoher Ölpreis erfreut Russland : Wie stark profitiert Putin? Ölpreis knackt 120-Dollar-Marke: Greift jetzt die Politik ein? In Kroatien waren die Preise für Treibstoff seit Beginn des US-israelischen Kriegs gegen den Iran deutlich gestiegen. Landwirte und Fischer müssen mehr für den sogenannten blauen Diesel ausgeben, mit dem Landmaschinen und Schiffe betrieben werden. Von der neuen Regel der Regierung ausgenommen sind hochoktanige und Premiumkraftstoffe, die an manchen Tankstellen vertrieben werden. Derzeit fällt der Preis für Öl deutlich Parallel senkt Kroatien vorübergehend die Energiesteuer auf Diesel. Für den Zeitraum vom 10. bis zum 23. März wird die Abgabe um rund 0,02 Euro pro Liter reduziert. Dadurch rechnet die Regierung mit Mindereinnahmen von rund 1,95 Millionen Euro. Nach dem kurzzeitigen Anstieg der Ölpreise auf dem Weltmarkt fallen die Kosten dafür derzeit. Nachdem die Notierung für Rohöl der Sorte Brent zu Beginn der Woche wegen des Iran-Kriegs zeitweise bis auf knapp 120 US-Dollar (159 Liter) und damit auf den höchsten Stand seit Sommer 2022 gestiegen war, hatte bereits am Montag im Handelsverlauf eine Gegenbewegung eingesetzt. Diese hatte sich dann am Abend nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump beschleunigt.