Der VfL Wolfsburg kassiert von Volkswagen den höchsten Betrag der Bundesliga für Trikotwerbung. Erfolgreich sind die Wölfe dennoch nicht. Platz elf, Platz zwölf, Platz acht und wieder Platz zwölf. Die Bilanz des VfL Wolfsburg der vergangenen Bundesliga-Saisons ist ernüchternd. Graues Mittelfeld statt umjubelten Champions-League-Fußball sehen die Fans der Wölfe regelmäßig. Dabei passt das überhaupt nicht zum finanziellen Aufwand, den der Volkswagen-Konzern als hundertprozentiger Besitzer des Vereins betreibt. Denn gerade da steht nicht das graue Mittelfeld, sondern die absolute Spitze zu Buche. Laut dem Deutschen Institut für Marketing kassiert der VfL in der Saison 2025/26 die höchste Summe bei den Trikotsponsorings mit insgesamt 70 Millionen Euro. Selbst das sportliche Aushängeschild, der FC Bayern , muss sich mit 20 Millionen Euro weniger abfinden, erhält von der Telekom "nur" 50 Millionen Euro. Gegner zerstörte ihren großen Traum: Bayern-Duo hat noch eine Rechnung offen Wechsel vor der WM: BVB-Star läuft nicht mehr für England auf Jedoch dürfte die Gesamtsumme, die die Volkswagen AG an den VfL zahlt, höher liegen. Denn zusätzlich zu den Einnahmen durch die Trikotwerbung erhalten die Wolfsburger auch Geld für den Stadionnamen. In der vergangenen Saison zahlte der Mutterkonzern für das Gesamtpaket aus Trikot- und Stadionsponsoring 80 Millionen Euro. Auch bei dieser Kombination liegen die Wolfsburger klar vor den Bayern, weil die Münchner neun Millionen Euro jährlich für den Stadionnamen der Allianz Arena kassieren. Insgesamt steht es also nach den Sponsoring-Einnahmen 80:59 für Wolfsburg. Allerdings kassieren die Münchner seit Jahren mehr in der TV-Vermarktung und erspielen sich jährlich zusätzliche zweistellige Millionenbeträge durch erfolgreiche Jahre in der Champions League . Nichtsdestotrotz scheint die Volkswagen AG nicht darüber nachzudenken, das finanzielle Engagement beim VfL Wolfsburg zurückzufahren. Gerade im Zusammenhang mit dem Sparkurs, den der Autohersteller sonst führt, hätte das denkbar sein können. Jedoch hatte Oliver Blume , Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, im vergangenen Jahr bereits im Interview mit der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung" und der "Wolfsburger Nachrichten" klar angekündigt: "Wir stehen fest zu unserem Engagement beim VfL Wolfsburg. Bei den Frauen, bei den Männern und auch in der Jugend. Der Verein ist wichtiger Bestandteil von Volkswagen." Volkswagen AG will zusätzliche Jobs einsparen Das millionenschwere Investment in den Fußball steht zumindest im Gegensatz zu den aktuellsten Zahlen, die öffentlich wurden. 2025 ist der Gewinn der Volkswagen AG um 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro eingebrochen. In der Folge sollen bis 2030 rund 50.000 Jobs in Deutschland wegfallen, vorher war von rund 35.000 Arbeitsplätzen ausgegangen. Gleichzeitig ist der Anteil der Ausgaben für den Fußball mit rund einem Prozent des Gewinns verschwindend gering und lässt zumindest die Vermutung zu, dass sich an der finanziellen Situation des VfL Wolfsburg nicht viel ändern wird.