Die Energiekosten sind im Zuge des Krieges gegen den Iran deutlich gestiegen. Nun plant die Europäische Union Entlastungen. Die Europäische Union bereitet Optionen zur Senkung der Energiepreise vor. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Mittwoch im Europa-Parlament in Brüssel an. Dazu gehörten die bessere Nutzung von Stromabnahmeverträgen, staatliche Beihilfen sowie Subventionen oder Obergrenzen für Gaspreise. Sie forderte indirekt auch EU-Staaten zu eigenen Maßnahmen auf: In manchen Ländern sei die Besteuerung von Gas sehr viel höher als die des elektrischen Stroms. Hier gebe es Raum für entlastende Maßnahmen. Sie erklärte, Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen habe in den ersten zehn Tagen des Iran-Krieges Mehrkosten von drei Milliarden Euro verursacht. Einer Wiederaufnahme der Importe russischen Gases und Öls erteilte die EU-Kommissionspräsidentin eine Absage: "In der aktuellen Krise argumentieren einige, dass wir unsere langfristige Strategie aufgeben und sogar zu russischen fossilen Brennstoffen zurückkehren sollten", sagte sie vor den Abgeordneten. "Das wäre ein strategischer Fehler." Energiekosten wichtiger Punkt auf EU-Agenda Bereits am Dienstag hatte eine Gruppe von 21 EU-Staats- und Regierungschefs hat am Dienstag die hohen Energiepreise als vordringliches Problem benannt, das auf dem kommenden EU-Gipfel gelöst werden müsse. Auf Einladung von Bundeskanzler Friedrich Merz , der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni und ihres belgischen Amtskollegen Bart De Wever beriet die Runde am Dienstagnachmittag über die Wettbewerbsfähigkeit der EU. "Maßnahmen müssten zielgerichtet, temporär und gut koordiniert getroffen werden", teilte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Abend mit. Merz habe zudem eine beschleunigte Überprüfung des Emissionshandels sowie einen Abbau von EU-Regeln gefordert, um die Wirtschaft zu entlasten. Der Iran-Krieg hat den Öltransport über die Straße von Hormus beeinträchtigt und damit zu höheren Ölpreisen geführt. Mehr Informationen in Kürze.