Heimat | Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen
Um über Heimat zu schreiben, muss sie schon verloren sein“, hat der Literatur- und Medienwissenschaftler Friedrich Kittler einmal geschrieben. Er benennt damit ein Paradox, das der Gattung des Heimatromans von Beginn an eingeschrieben ist: Heimat entsteht als Erzählung oft im Moment ihrer Auslöschung oder Infragestellung. Seit es literarische Vergewisserungen über das Eigene gibt, wird auch verhandelt, inwiefern Heimat und Heimatverlust, Gemeinschaft und Ausschluss, Geborgenheit und Gewalt miteinander in Verbindung stehen.
Vielleicht liegt es am wahrgenommenen Schwund sozialer Bindungskräfte in der Gegenwart, dass sich fiktionale Texte wieder verstärkt für diese Spannungsverhältnisse interessieren. In den Fokus rücken Räume, die eine G
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