Sicherheit: Rostocker Polizei schließt ihre Station in Warnemünde
Das Ostseebad Warnemünde hat künftig keine eigene Polizeistation mehr. Eine Sicherheitslücke werde deshalb aber nicht entstehen, erklärt die Rostocker Polizei.
Die Rostocker Polizei schließt ihre Außenstelle im Ostseebad Warnemünde. Das bestätigte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Ostsee-Zeitung" darüber berichtet. Adriana Ott-Ebert, die Leiterin des Polizeireviers Lichtenhagen, hatte demnach bei einer Sitzung des Ortsbeirates über die Entscheidung informiert. Grund dafür seien finanzielle und personelle Überlegungen.
Um die Organisation zu optimieren, habe man die Polizeistation Warnemünde genau betrachtet, sagte die Sprecherin auf dpa-Anfrage. Die Mietkosten stünden aktuell nicht im Verhältnis zur tatsächlichen Nutzung, "sodass ein Weiterbetreiben der Station nicht sinnhaft erscheint".
Revier in Lichtenhagen übernimmt Einsätze
Außerdem habe sich in den vergangenen Jahren der Bedarf der Bürgerinnen und Bürger nach einem direkten Polizeikontakt in der Warnemünder Station auf ein Minimum reduziert.
Durch die Schließung werde sich aber keine Sicherheitslücke für die Warnemünderinnen und Warnemünder ergeben, versicherte die Polizeisprecherin. Schon jetzt würden etwa 90 Prozent der Einsätze in Warnemünde durch das zuständige Revier Rostock-Lichtenhagen geleistet.
Außerdem wolle man für die älteren Bürgerinnen und Bürger in Warnemünde eine zentrale Anlaufstelle, zum Beispiel in der Tourismuszentrale, anbieten. Dazu würden Gespräche geführt.