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Folge des Irankriegs: Meloni bricht mit Trump

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni äußerte sich am Mittwoch in einer Rede vor dem italienischen Senat zu den Angriffen der USA und Israels auf Iran. Die Angriffe seien Teil einer "offensichtlichen Krise des Völkerrechts und des Zusammenbruchs einer gemeinsamen Weltordnung". Sie erklärte dazu: "In den Kontext einer strukturellen Krise des internationalen Systems … müssen wir auch die amerikanische und israelische Intervention gegen das iranische Regime einordnen."

Die Regierungschefin verurteilte das "Massaker an kleinen Mädchen" an einer Schule in Minab im Süden Irans und forderte eine Untersuchung des Angriffs. In ihrer Rede nannte Meloni keine Schuldigen für den Angriff. Zuvor hatten aber bereits mehrere US-Medien berichtet, wonach die Schule von einer US-amerikanischen Tomahawk-Rakete getroffen worden sei. Trump wies dies zurück und deutete an, dass Iran die Schule bombardiert habe.

Italien war nicht, wie manch andere europäische Verbündete der USA, vor den Luftangriffen gewarnt worden. Oppositionsführer Matteo Renzi nutzte die Situation, um sich über Meloni lustig zu machen. Er bezeichnete die Vorstellung, die italienische Regierungschefin sei "die Brücke zwischen Trump und Europa", als "Fake News".

Meloni ist weithin bekannt für ihre bis dato engen Beziehungen zu Trump. Sie war die einzige europäische Politikerin bei Trumps Amtseinführung im Januar 2025. Nach dem Treffen im Weißen Haus im April 2025 bezeichnete der US-Präsident sie als "eine fantastische Politikerin", die "Europa im Sturm erobert" habe.

Trumps Iran-Kampagne hat die Kluft zwischen den USA und der EU vertieft. Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez kritisierte die Angriffe am heftigsten: Sie seien  "rücksichtslos und illegal". Infolgedessen drohte Trump, den "gesamten Handel" mit Madrid "einzustellen". Der französische Präsident Emmanuel Macron äußerte sich weniger scharf, erklärte jedoch:  Die Angriffe seien "außerhalb des Rahmens des Völkerrechts durchgeführt worden".

In der italienischen Öffentlichkeit ist der Krieg gegen den Iran unbeliebt. Die Menschen fürchten, in die Feindseligkeiten hineingezogen zu werden. Die Ministerpräsidentin steht unterdessen selbst vor einem bevorstehenden, entscheidenden Referendum über die Justizreform.

Mehr zum ThemaVizeregierungschefin Díaz: Spanien hat keine Angst, den USA die Stirn zu bieten

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