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Iran-Krieg: Donald Trump gerät in Bredouille

Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser, je mächtiger ein Staat wird, desto eher erliegt er der Versuchung, militärische Lösungen zu überschätzen. Was schon für die alten Griechen und Römer galt, gilt auch heute noch. "Wir schlagen vielleicht noch ein paarmal zu, einfach nur zum Spaß", hat US-Präsident Donald Trump den jüngsten Angriff seiner Armee auf die iranische Öl-Insel Charg kommentiert. Mehr als lapidaren Zynismus hat er bei seinem Abenteuer im Nahen Osten kaum noch zu bieten. Gut zwei Wochen nach Kriegsbeginn leistet Washington einen doppelten Offenbarungseid: Erstens bleibt das Ziel des Angriffskriegs immer noch schleierhaft, zweitens ist unklar, wann und wie die USA und ihr Verbündeter Israel den Krieg zu beenden gedenken. Abhängig von seiner Tageslaune liefert Trump wechselnde Erklärungen. Nichts davon passt zusammen. Je größer das kommunikative und strategische Vakuum, desto schneller frisst sich der Flächenbrand voran. Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar, Oman, Bahrain, Libanon, Jordanien: Immer mehr Länder werden zu Zielscheiben, immer mehr Bevölkerungen zieht es in den Konflikt hinein. Die Blockade der Straße von Hormus drosselt die globale Ölversorgung und stürzt die ohnehin schwächelnde Weltwirtschaft in die nächste Krise. Trotz Warnungen seiner Militärberater im Vorfeld hat Trump die Beharrlichkeit des Teheraner Regimes unterschätzt. Nun gerät er immer stärker unter Druck, weil die steigenden Energiepreise die Geldbeutel amerikanischer Wähler acht Monate vor den Kongresswahlen schröpfen. Der 47. Präsident der Vereinigten Staaten hat in seiner Selbstherrlichkeit schon viele Fehler begangen. Dieser kopflose Krieg könnte sich als sein größter erweisen. Und er könnte ihn nach den Wahlen im November zur "lame duck" mit geringer Handlungsmacht degradieren. Für den Rest der Welt wäre das ein Segen. Trump ist nicht der erste Regierungschef, der sich unbedacht in militärische Abenteuer stürzt. Die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte kennt mehrere Beispiele, bei denen mächtige Staaten Kriege anzettelten, ohne klare strategische Ziele zu definieren oder ohne die Folgen für die regionale Stabilität und mögliche Folgekonflikte zu bedenken: 1. Im Vietnamkrieg von 1965 bis 1975 versuchte Washington, auf Basis der schrägen "Domino-Theorie" die Ausbreitung des Kommunismus zu verhindern und die Sowjetunion zu schwächen. Eine Exit-Strategie hatte es nicht. Das Ergebnis waren mehrere Millionen Tote, mehrere zerstörte Länder und ein amerikanisches Trauma, das die gesellschaftliche Spaltung der USA vertiefte. 2. Im Jahr 1979 marschierte die Sowjetarmee in Afghanistan ein; der Kreml wollte das verbündete Regime in Kabul unterstützen und den amerikanischen Einfluss am Hindukusch zurückdrängen. Einen klaren Plan gab es ebenso wenig wie eine Ausstiegsoption. Zehn Jahre und mehr als eine Million Tote später zogen Moskaus aufgeriebene Truppen ab, kurz darauf zerfiel die Sowjetunion. 3. Im Irakkrieg 2003 wollten die USA und ihre "Koalition der Willigen" Saddam Husseins Regime stürzen und das Land gewaltsam demokratisieren. Der Kriegsvorwand – die Beseitigung von Massenvernichtungswaffen – war vorgetäuscht, US-Präsident Bush wurde als Lügner enttarnt. Endlose Schlachten und zahllose Anschläge kosteten Hunderttausende Menschen das Leben. In US-Militärgefängnissen radikalisierten sich Saddams Offiziere und gründeten den "Islamischen Staat", der al-Qaida als globale Geißel ablöste. Millionen desillusionierter Amerikaner wandten sich von der Republikanischen Partei ab und ließen sich von radikalen Bewegungen einwickeln – zunächst von der Tea Party, dann von MAGA. Vier Bedingungen einten die missratenen Militäreinsätze: Erstens überschätzten die Angreifer ihre militärische Stärke. Zweitens verfolgten sie unklare, wechselnde oder widersprüchliche Ziele. Drittens unterschätzten sie sowohl die Kampfmoral der Gegner als auch regionale Dynamiken. Viertens mangelte es ihnen an einem Plan zur Befriedung der Region nach Ende der Kampfhandlungen. Das folgende Machtvakuum entwickelte sich zu einem fruchtbaren Nährboden für Terroristen, Bürgerkriege, massenhafte Verarmung und Flüchtlingswellen. Der Unterschied zum aktuellen Iran-Abenteuer ist, dass Trump bislang auf den Einsatz von Bodentruppen verzichtet hat. Doch das muss nicht so bleiben; von Journalisten danach befragt, hat der Präsident ausweichend geantwortet. Derweil suchen seine Berater händeringend nach einer Exit-Strategie. Dem "Wall Street Journal" zufolge haben die USA nur noch vier Möglichkeiten, eine weitere Eskalation zu verhindern: entweder Gespräche über das iranische Atomprogramm – dann müsste Washington allerdings mit den verfeindeten Revolutionsgarden auf Augenhöhe verhandeln. Oder eine vollständige Zerstörung der iranischen Raketen- und Drohnen-Kapazitäten – dafür müssten die Angriffe wohl noch wochenlang weitergehen, mit massiven Folgen für die Weltwirtschaft. Oder das Einfrieren des Konflikts und eine internationale Sicherung der Seewege – dafür müssten Amerikas europäische Verbündete Kriegsschiffe stellen, wonach es bisher nicht aussieht. Oder schließlich die vollständige Vernichtung des hoch angereicherten Urans im Iran – das würde Soldaten im Bodeneinsatz erfordern, die schnell zum Ziel von Attacken werden könnten. Jede dieser Optionen ist heikel, jede ist aufwendig, jede erfordert strategische Klarheit, taktisches Geschick und diplomatisches Fingerspitzengefühl. Der US-Präsident bringt nichts davon auf die Waage. So erscheint es nicht ausgeschlossen, dass er unter Druck den scheinbar einfachsten Weg wählt, die Angriffe einfach einstellt und den Krieg für beendet erklärt. Das wäre dann der dritte Offenbarungseid dieser US-Regierung und hätte absehbar böse Folgen: Das iranische Regime könnte weiter an der Atombombe basteln, seine Nachbarn bedrohen, Putin unterstützen und die eigene Bevölkerung unterdrücken. Vor 2.500 Jahren hat der chinesische General Sun Tzu seine Schrift "Die Kunst des Krieges" verfasst. Sie gilt bis heute als Standardwerk der Militärtheorie. Darin schreibt er den Satz: "Kenne dich selbst und den Gegner, sonst verlierst du." Wie viel Leid bliebe der Menschheit erspart, würde Donald Trump Bücher lesen. FRANKREICH Suche nach Bündnissen Die erste Runde der Kommunalwahlen in Frankreich ist vorbei, und trotz der einen oder anderen Überraschung lässt sich ein klarer Trend ausmachen: Der rechte Rassemblement National von Marine Le Pen und ihrem Ziehsohn Jordan Bardella hat deutlich zugelegt. In 58 Städten und Gemeinden, darunter Nizza und Toulon, erhielten Kandidaten der Partei die meisten Stimmen. Vor sechs Jahren war dies nur in elf Kommunen der Fall gewesen. Wer darin einen Testlauf für die Präsidentschaftswahlen im Mai 2027 sehen will, hat also allen Grund, sich um die Stabilität und die pro-europäische Ausrichtung unseres Nachbarlands zu sorgen. Nach dem ersten Wahlgang heißt allerdings auch: vor der Stichwahl. Überall dort, wo keine Liste die absolute Mehrheit erreicht hat, kommen Parteien mit mehr als zehn Prozent in die Schlussrunde am 22. März – weshalb nun die Karten neu gemischt werden und eine große Suche nach Allianzen einsetzt. Listen verbünden sich, Kandidaten scheiden aus. Bis heute Abend um 18 Uhr müssen die Parteien entschieden haben, ob sie im Rennen bleiben oder sich zurückziehen. Besonderes Augenmerk richtet sich dabei auf die großen Städte. In Paris erzielte der linke Hoffnungsträger Emmanuel Grégoire mit rund 38 Prozent einen Achtungserfolg; seine wichtigste Gegnerin, die konservative ehemalige Kulturministerin Rachida Dati, brachte es nur auf 25 Prozent. Ihre Erfolgsaussichten gelten nun als gering. Knapper liegen die Dinge in Marseille: Amtsinhaber Benoît Payan, ein ehemaliger Sozialist, kam nur hauchdünn vor dem Lepenisten Franck Allisio ins Ziel: 36,6 zu 35 Prozent. Fiele ausgerechnet die bunte Hafenmetropole im Süden in die Hände der radikalen Rechten, wäre dies ein politischer Donnerschlag. LITERATUR 100 Jahre Lenz Sein Roman "Deutschstunde" wurde für Generationen von Jugendlichen zum Inbegriff der Schullektüre: Mit der 1968 erschienenen Geschichte des jungen Siggi Jepsen, der in einer Strafanstalt einen Aufsatz über "Die Freuden der Pflicht" schreiben soll, hielt Siegfried Lenz der deutschen Nachkriegsgesellschaft auf brillante Weise den Spiegel vor. Und auch wenn das Werk, das den antisemitischen Maler Emil Nolde zur integren Künstlerfigur verklärt, heute anders gelesen werden muss, nimmt das den Lenz'schen Überlegungen zu Schuld und Verantwortung, Gewissen und Widerstand nichts von ihrer Relevanz. Heute wäre der 1926 in Ostpreußen geborene Schriftsteller 100 Jahre alt geworden. Der NDR widmet ihm ein vielfältiges Jubiläumsprogramm . Lesetipps Franz Müntefering hat die SPD geführt, als sie noch erfolgreich war. Heute liegt die Partei am Boden. Umso interessanter war die Analyse des Altgenossen gestern Abend bei "Maischberger", wo auch unser Politikchef Christoph Schwennicke mitdiskutierte. Daniele Gambone hat die Zusammenfassung. Artikel lesen. Hakenkreuze, Hitlergruß, Gewalt: Vor drei Jahren schrieben zwei Brandenburger Lehrkräfte einen Brandbrief. Heute warnen sie: Alles ist noch viel schlimmer. Meine Kollegin Heike Vowinkel hat eine von ihnen getroffen. Artikel lesen. Kanzler Merz und Bauministerin Hubertz wollen den Wohnraummangel lindern. Buchstabensuppe ist aber keine politische Strategie, meint unser Kolumnist Uwe Vorkötter. Artikel lesen. Multimilliardär Elon Musk hat ein Tech-Imperium errichtet – doch seine Ambitionen reichen viel weiter. Der Historiker Quinn Slobodian erklärt im Interview mit meinem Kollegen Marc von Lüpke, warum er Musks Pläne für gefährlich hält. Artikel lesen. Ohrenschmaus Heute Morgen ist mir so beschwingt zumute. Ihnen auch? Zum Schluss Ich wünsche Ihnen einen friedlichen Tag. Herzliche Grüße und bis morgen Ihr Florian Harms Chefredakteur t-online Mit Material von dpa.

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