Autos, Fußgänger, zahlreiche Radfahrer und der öffentliche Nahverkehr: All das bündelt sich am Bremer Schüsselkorb. Für Wochen ist dort kein Durchkommen mehr. In der Bremer Innenstadt kommt es in den kommenden Wochen zu erheblichen Einschränkungen: Der Schüsselkorb wird ab Montag, 23. März, für rund drei Wochen vollständig für den Autoverkehr gesperrt, teilte ein Sprecher des Verkehrsressorts mit. Grund ist ein Umbau, der das Überqueren der vielbefahrenen Straße künftig sicherer machen soll. Geplant ist unter anderem eine neue Ampel sowie breitere Wege für Fußgänger und Radfahrer, heißt es von der Behörde. "Wer heute am Schüsselkorb die Straße überqueren will, braucht vor allem eins: Geduld und gute Nerven. Das ändern wir jetzt", sagt Staatsrat Ralph Baumheier. Mit der neuen Ampel und den breiteren Wegen werde der Übergang "sicherer und bequemer – besonders für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind". Grün per Knopfdruck: Ampel soll Verkehr nicht zusätzlich belasten Konkret entsteht auf Höhe der Sögestraße eine Ampelanlage, die per Knopfdruck Grün für Fußgänger schaltet. Autos und Busse behalten so lange freie Fahrt, bis jemand queren möchte. Der Nahverkehr soll dabei weiterhin Vorrang bekommen, damit es nicht zu größeren Verzögerungen kommt. Parallel dazu werden die Wege entlang der Straße umgebaut. Bordsteine werden abgesenkt, Leitelemente für Sehbehinderte eingebaut. Auf der Seite Am Wall wird der Bereich deutlich verbreitert – auf fast zwölf Meter. Ziel ist mehr Platz und weniger Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern. Auch aus der Innenstadt kommt Unterstützung für das Projekt. Stefan Brockmann von der City-Initiative Bremen spricht von einer wichtigen Verbindung: Die neue Lösung "verbessert die sichere Erreichbarkeit der Innenstadt für Fußgängerinnen und Fußgänger deutlich" und stärke zentrale Achsen wie Sögestraße und Am Wall. Schüsselkorb gesperrt: Hier führt die Umleitung entlang Für Verkehrsteilnehmer bedeutet das jedoch zunächst Umwege. Autos werden während der Bauzeit großräumig umgeleitet – unter anderem über Violenstraße, Sandstraße und Ostertorswallstraße. Das Parkhaus am Katharinenhof bleibt erreichbar. Auch Busse der Linien 24 und 25 fahren Umleitungen. Straßenbahnen können die Baustelle hingegen weiterhin passieren. Radfahrer müssen ebenfalls ausweichen, da der Platz im Baustellenbereich nicht ausreicht. Die Vollsperrung soll nach aktuellem Stand ab dem 13. April wieder aufgehoben werden.