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Arabische Golfstaaten werden sich zwischen USA und Iran entscheiden müssen

Von Oleg Issaitschenko

Der Konflikt im Nahen Osten sei mit dem Beginn gegenseitiger Angriffe auf die Energieinfrastruktur in eine neue Phase getreten, betonte die Iranische Revolutionsgarde (IRGC). "Die Islamische Republik hatte weder die Absicht, den Krieg auf Öl- und Gasanlagen auszuweiten, noch wollte sie der Wirtschaft befreundeter und benachbarter Länder Schaden zufügen", heißt es in einer Erklärung der IRGC.

Zur Erinnerung: Am 18. März griff Israel die iranischen Öl- und Gasanlagen "Asaluyeh" und "South Pars" an. Daraufhin reagierte Teheran mit einem Raketenangriff auf eine Ölraffinerie in der saudischen Stadt Yanbu am Roten Meer sowie auf Ras Laffan, eines der größten Industriezentren in Katar, wo sich die größte Anlage zur Herstellung von Flüssigerdgas (LNG) befindet.

Wie der katarische Öl- und Gaskonzern QatarEnergy mitteilte, wurde der Anlage "erheblicher Schaden zugefügt". Auf dem "Ras Laffan"-Gelände sind mehrere Brände ausgebrochen. Neben der LNG-Anlage befinden sich mehrere Raffinerien sowie ein Hafen, der für den Gasexport vorgesehen ist.

Das katarische Verteidigungsministerium erklärte, dass Iran fünf ballistische Raketen abgefeuert hat, von denen vier abgeschossen worden seien. Emir Tamim bin Hamad Al Thani bezeichnete den Angriff als "rücksichtslose und gefährliche Eskalation des Konflikts in einem der wichtigsten Energieknotenpunkte der Welt". Dabei ist anzumerken, dass auf die "Ras Laffan"-Anlagen etwa 20 Prozent der weltweiten LNG-Lieferungen entfallen. "Schlecht für die Welt, katastrophal für die EU", so kommentierte das Geschehen der Leiter des Russischen Fonds für Direktinvestitionen, Kirill Dmitrijew.

In Doha wurden zwei iranische Attachés und ihr Personal zu personae non gratae erklärt und angewiesen, das Land innerhalb von 24 Stunden zu verlassen. Das katarische Außenministerium betonte, dass diese Entscheidung "vor dem Hintergrund der Verletzung internationaler Rechtsnormen und der Grundsätze der gutnachbarschaftlichen Beziehungen durch Teheran" getroffen worden sei. Das Ministerium verurteilte den "eklatanten Angriff" der Islamischen Republik auf katarische Industrieanlagen.

Die Leiterin der EU-Außenpolitik, Kaja Kallas, erklärte, der iranische Angriff auf die LNG-Anlage in Katar habe Chaos ausgelöst. "Wir brauchen dringend eine Strategie, um aus diesem Krieg herauszukommen. Wir wollen einen Ausweg aus diesem Krieg sehen. Wir erleben Chaos im Nahen Osten und die Folgen für die ganze Welt", zitiert TASS ihre Erklärung. Der französische Präsident Emmanuel Macron schlug seinerseits vor, ein Moratorium für Angriffe auf zivile Einrichtungen in der Region – Gas-, Öl- sowie Wasserversorgungsanlagen – zu verhängen.

Er erinnerte daran, dass die Öl- und Gaspreise nach der Blockade der Straße von Hormus stark gestiegen seien, und wies darauf hin, dass bei einer Zerstörung der Produktionsanlagen "die Folgen dieses Krieges weitaus langfristiger sein werden". Bemerkenswert dabei ist, dass Macron die Vergeltungsschläge Teherans gegen Produktionsanlagen in mehreren Golfstaaten als "unbesonnene Eskalation" bezeichnete.

Auch US-Präsident Donald Trump reagierte auf diese Situation. Er versicherte, dass Washington keine Vorabinformationen über die Pläne Israels, das iranische Gasfeld anzugreifen, erhalten habe. "Israel hat eine große Anlage, bekannt als "South Pars", heftig angegriffen. Es wurde nur ein relativ kleiner Teil des Gasfeldes betroffen", schrieb der US-Präsident im sozialen Netzwerk "Truth Social".

Er versprach, dass Israel "South Pars" nicht mehr angreifen werde, sofern die Islamische Republik auf Angriffe auf das "in diesem Fall unschuldige Katar" verzichte. Andernfalls drohte Trump, "das gesamte Gasfeld mit einer Wucht in die Luft zu jagen, wie sie Iran noch nie gesehen hat". Medienberichten zufolge seien die USA jedoch über die Absichten des jüdischen Staates informiert worden.

Wie Axios berichtet, sei die Erklärung des Weißen Hauses ein Versuch gewesen, die Lage zu entschärfen, nachdem er "Israel grünes Licht für diesen Angriff gegeben" habe.

"Aus Trumps Worten kann geschlossen werden, dass er angesichts der Geschehnisse verwirrt ist. Die Verantwortung auf einen aggressiven Partner abzuwälzen, scheint jedoch nicht die beste Strategie zu sein. Wenn das nicht stimmt, ist es einfach unseriös. Aber wenn es der Wahrheit entspricht, bedeutet das, dass die USA keine Kontrolle über den Verlauf einer für die ganze Welt gefährlichen Militärkrise haben, die von ihnen selbst ausgelöst wurde",

schrieb der Politologe Fjodor Lukjanow in seinem Telegram-Kanal.

"Die Lage rund um die Militäroperation gegen Iran entwickelt sich, offen gesagt, schlecht. Der US-Präsident hat eine Energiekrise ausgelöst", meint der Amerikanist Dmitri Drobnizki. Mehr noch: Nach Prognosen von Analytikern wird sich die Situation nur noch weiter verschärfen.

Mit dem Angriff auf "South Pars" löste Israel absichtlich eine neue Phase des Krieges im Nahen Osten aus.

Zu den Angriffszielen gehören nun auch Energieinfrastrukturen, von denen Länder in Europa und Asien abhängig sind. Kiew bedient sich ähnlicher Methoden und greift Anlagen der "TurkStream"- und "Blue Stream"-Pipelines an.

Alexei Anpilogow, Präsident der Stiftung zur Unterstützung wissenschaftlicher Forschung und zur Förderung zivilgesellschaftlicher Initiativen "Osnowanie", vertritt die Ansicht:

"Die Aussage der IRGC über eine neue Kriegsphase im Nahen Osten deutet höchstwahrscheinlich auf eine Ausweitung der Angriffsziele seitens Irans hin. Und dies wurde von Israel provoziert, indem es die 'Drecksarbeit' erledigt hat".

Er erinnerte daran, dass die Islamische Republik bisher keine Militäraktionen unternommen habe, die die Öl- und Gasförderinfrastruktur der Golfstaaten für einen längeren Zeitraum lahmlegen könnten, und fügt hinzu:

"In Teheran ging man davon aus, dass die Staaten dieser Region zumindest diplomatische und politische Anstrengungen unternehmen würden, um US-Stützpunkte aus ihren Gebieten zu vertreiben. Doch die Monarchien des Nahen Ostens stellten den US-Streitkräften weiterhin ihr Territorium für Angriffe auf die Islamische Republik zur Verfügung. Nach der Logik der Islamischen Republik macht sie dies zu Konfliktparteien und zu legitimen Zielen."

Außerdem, so der Experte weiter, habe Iran wiederholt gewarnt, dass auf einen Angriff auf seine Öl- und Gasanlagen eine symmetrische Gegenreaktion folgen werde. Letztlich habe Teheran Vergeltungsmaßnahmen ergriffen: Als Reaktion auf den Angriff auf das Gasfeld "South Pars" habe das iranische Militär die LNG-Anlage in Katar angegriffen, was sowohl politische als auch wirtschaftliche Folgen haben werde.

Anpilogow betont, dass das Geschehene zunächst einmal die Schwäche und Verwundbarkeit der Golfstaaten deutlich gemacht habe.

Dazu äußert sich in seinem Telegram-Kanal auch der Nahost-Experte und Politologe Alexander Kargin:

"Die von Doha gehegte Illusion, man könne gleichzeitig die Beziehungen zu Iran aufbauen, aber auch mit der Unterstützung der USA rechnen, beginnt zu bröckeln. Wie immer erweist sich die Realität als viel härter."

Er weist darauf hin, dass Iran in kritischen Momenten angreift, während sich die USA auf Erklärungen beschränken. Kargin meint:

"Das ist ein Signal an alle in dieser Region: In diesem Nahostkonflikt erzwingen die Ereignisse, Partei zu ergreifen. Zugleich wird sich der Konflikt offensichtlich weiter verschärfen, denn Trump ist nicht gewillt, die Kampfhandlungen als solche zu beenden."

Zum anderen, so Anpilogow, seien die Folgen der iranischen Vergeltungsmaßnahmen für die Weltwirtschaft weitaus gravierender als die Beschädigung oder gar Zerstörung der Terminals des Gasfeldes "South Pars". Er erläutert:

"Auf die Anlagen Ras Laffan entfallen etwa 20 Prozent der weltweiten LNG-Lieferungen. Der Wegfall einer solch enormen Gasmenge wird sich langfristig äußerst negativ auf die Märkte auswirken."

Eine ähnliche Ansicht vertritt Igor Juschkow, Experte der Finanzuniversität der Regierung der Russischen Föderation und des Nationalen Energiesicherheitsfonds (NESF). Er weist darauf hin, dass Doha, das im Jahr 2025 110 Millionen Tonnen LNG exportiert habe, zuvor die Gasförderung und -verflüssigung eingestellt habe. Der Grund dafür sei in erster Linie die Sperrung der Straße von Hormus gewesen.

Darüber hinaus verschob das Emirat das Projekt zur Ausweitung der Flüssiggasproduktion auf mindestens 2027. Der Experte betont, dass sich die Lage nun noch weiter zu verschärfen drohe. Er stellt die Frage:

"Es ist derzeit schwer zu sagen, wie stark die LNG-Anlage durch den Angriff beschädigt wurde. Wieviel Zeit wird die Beseitigung der Folgen dieses Angriffs in Anspruch nehmen und in welchem Umfang wird Katar LNG produzieren können, wenn die Straße von Hormus wieder geöffnet ist?"

Seiner Meinung nach entwickelt sich auf dem Gasmarkt ein "perfekter Sturm" – und das verspricht neue Probleme für Europa. Laut Bloomberg stiegen die Gaspreise um 35 Prozent, nachdem Iran als Reaktion auf den Angriff auf das Gasfeld "South Pars" Energieanlagen in Katar angegriffen hatte. Das Geschehene habe auch auf dem Ölmarkt zu erheblichen Schwankungen geführt, so die Agentur.

Gleichzeitig sind die Gasvorräte in den europäischen unterirdischen Gasspeichern unter 29 Prozent gesunken.

Juschkow merkt an:

"Die Heizperiode endet Ende März. Danach müssen die Gasvorräte für den nächsten Winter wieder aufgefüllt werden".

Er erinnerte daran, dass der Import von Flüssigerdgas aus Russland im Rahmen des 19. Sanktionspakets durch europäische Politiker ab Januar 2027 verboten wurde. Um dem zuvorzukommen, könnte sich Moskau auf die asiatischen Märkte umorientieren.

Der Analytiker konkretisiert:

"Der Rückgang der katarischen LNG-Lieferungen wird die Preise auf dem Weltmarkt in die Höhe treiben. Europa wird bei den Vorbereitungen auf die nächste Heizperiode mit Problemen konfrontiert sein."

Seinen Prognosen zufolge bleiben die hohen Gaspreise das gesamte Jahr 2026 über bestehen.

Juschkow geht zudem davon aus, dass Trump von den israelischen Angriffen auf das Gasfeld "South Pars" in Iran informiert gewesen sei, was Teheran wiederum dazu veranlasst habe, die LNG-Anlage in Katar unter Beschuss zu nehmen. Der US-Präsident gebe nun jedoch vor, die US-Seite greife Energieinfrastruktur nicht an.

Der Experte erläutert:

"Die USA sind ein Ölimporteur, weshalb die Lage rund um die Straße von Hormus für sie negativere Folgen hat. Die hohen Gaspreise kommen ihnen hingegen zugute, da die USA LNG exportieren."

Juschkow weist auch darauf hin:

"Seltsamerweise haben die USA vor, in den nächsten fünf Jahren Anlagen zur Gasverflüssigung fertigzustellen. Dabei geht es um Kapazitäten von etwa 110 bis 112 Millionen Tonnen. Auffällig dabei ist, dass Katar, das genau diese Menge produziert, derzeit aus dem Rennen zu sein scheint."

Anpilogow zufolge seien die Folgen dieses Angriffs für die USA zwieschlächtig. Er verweist auf Folgendes:

"Es ist so, dass die Binnenpreise für Erdgas von den Weltmarktpreisen abhängen. Das bedeutet, dass die Produktions- und Versorgungsketten in den USA einen enormen inflationsbedingten Preisschock erleben werden, der in erster Linie die Bevölkerung treffen wird, und zwar die am wenigsten sozial abgesicherten Schichten."

Er weist darauf hin, dass dies im Vorfeld der Wahlen zum US-Kongress geschehen werde.

Der Experte argumentiert:

"Vor diesem Hintergrund steht Trump vor einer äußerst schwierigen Entscheidung: Entweder den Krieg fortzusetzen und eine Bodenoffensive einzuleiten, da die Offensive aus der Luft und vom Meer aus ihre Grenzen erreicht hat; oder Verhandlungen mit Iran aufzunehmen, die zu einem für Washington peinlichen Frieden führen könnten; oder sich einfach aus dem Konflikt zurückzuziehen und zu behaupten, die USA hätten alle ihre Ziele erreicht."

Seiner Meinung nach würde die letzte Option zu einem Verlust des Einflusses der USA auf die Golfmonarchien führen. Anpilogow kommt zu dem Schluss:

"Sollten sich die USA ohne nennenswerte Ergebnisse zurückziehen, werden die Golfstaaten nach einem neuen "Schutzherrn" suchen. Der wahrscheinlichste Kandidat dafür scheint China zu sein."

Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 19. März 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen.

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