Landtagswahl: CDU auch in ZDF-Politbarometer deutlich vorn
Am 8. Oktober wird in Hessen gewählt. Eine weitere Umfrage sieht die CDU bei mehr als 30 Prozent. Spannend bleibt das Rennen um Platz zwei.
Eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Hessen liegt die CDU einer weiteren Umfrage zufolge deutlich vorn. Die Christdemokraten kämen dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer zufolge zurzeit auf 32 Prozent, wenn schon kommenden Sonntag gewählt würde. Damit würden die Christdemokraten im Vergleich zum vorherigen Politbarometer vor drei Wochen zwei Punkte zulegen. Die derzeit mit der CDU regierenden Grünen kämen auf 17 Prozent und müssten zwei Punkte abgeben, ebenso wie die SPD, die auch auf 17 Prozent käme. Die AfD erhielte unverändert 16 Prozent.
Der FDP würde mit fünf Prozent (minus 1) knapp der Wiedereinzug in den Landtag gelingen, der Linken mit unverändert drei Prozent dagegen nicht. Die Freien Wähler kämen auf vier Prozent. 32 Prozent wissen noch nicht sicher, wen und ob sie wählen wollen, teilte das ZDF mit. Die Projektionswerte stellten keine Prognose für den Wahlausgang dar.
In Hessen wird am 8. Oktober ein neuer Landtag gewählt. Die derzeitige Regierung aus CDU und Grünen hätte der Umfrage zufolge weiterhin eine Mehrheit, ebenso wie ein Bündnis aus CDU und SPD. Für eine Regierung aus SPD, Grünen und FDP würde es hingegen nicht reichen.
Gäbe es bei der Frage nach dem gewünschten Ministerpräsidenten die Auswahl zwischen Amtsinhaber Boris Rhein (CDU) und seinem bisherigen Stellvertreter Tarek Al-Wazir (Grüne), würden sich 44 Prozent für Rhein und 31 Prozent für Al-Wazir entscheiden. Bei einem Zweikampf von Rhein und SPD-Herausforderin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser käme Rhein auf 55 Prozent und Faeser auf 21 Prozent.
Nach der gewünschten Regierungskoalition gefragt, fänden 49 Prozent eine Wiederauflage von Schwarz-Grün schlecht und nur 30 Prozent gut. Eine Koalition aus CDU und SPD stößt demnach ebenfalls auf mehr Ablehnung (50 Prozent) als Zustimmung (28 Prozent).
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung ihrer erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
Für die repräsentative Vorwahlbefragung befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen zwischen dem 25. und 28. September 1041 zufällig ausgewählten Wahlberechtigte in Hessen telefonisch und online. Die maximale statistische Fehlertoleranz liegt den Angaben zufolge bei plus/minus drei Prozentpunkten.
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