Team-EM: Dramatischer Zittersieg über Frankreich
Es war keine Runde für schwache Nerven und Bundestrainer Jan Gustafsson wird gelitten haben wie vermutlich nie zuvor. Vincent Keymer hatte es mit Etienne Bacrot zu tun und ging sehr viel Risiko ein, indem er das eigentlich ruhige angenommene Damengambit durch seine ungewöhnliche Herangehensweise in ein taktisches Minenfeld verwandelte. Es begann mit seinem 15.Zug Se1 gehörig schief zu laufen und Bacrot hatte nach seiner baldigen langen Rochade alle Möglichkeiten und Pläne. Keymer hingegen hatte enorme Probleme eine vernünftige Aufstellung seiner Figuren zu finden. Auf beiden Seiten wurden enorme Fehler begangen und nach Bacrots 35...Tg2:! stand der Franzose klar auf Gewinn, versäumte es aber kurioserweise den Sack zuzumachen und verfiel auf Se3+?? und das erlaubte Keymer tatsächlich noch ins Remis zu entschlüpfen, denn nach einem möglichen Turmgewinn durch den Franzosen hätte Keymer die Möglichkeit zum Dauerschach gehabt und so einigten sich die Kontrahenten nach einer kuriosen und fehlerhaften Partie auf Remis. In der Zwischenzeit hatte Rasmus Svane einen souveränen Schwarzsieg gegen Jules Moussard in einem Spanier eingefahren. Matthias Blübaum spielte Remis gegen Laurent Fressinet und Alexander Donchenko konnte nachdem der Rauch auf den anderen Brettern verzogen war getrost sein etwas besseres Turmenspiel Remis geben zum wichtigen 2,5:1,5-Sieg. Damit ist Deutschland punktgleich an der Spitze mit Serbien, das England mit 2,5:1,5 niederringen konnte. Serbien hat die etwas bessere Wertung nach der veröffentlichten Tabelle von chess-results und spielt in der letzten Runde gegen Griechenland. Deutschland hat es mit Kroatien zu tun. Beide Spitzenreiter haben bereits zwei Punkte Vorsprung auf den Rest des Feldes. chess-results