Luis Díaz feiert am Freitagabend sein Bundesliga-Debüt für den FC Bayern. Vor knapp zwei Jahren machte er eine dramatische Zeit durch. Nach seinem Wechsel vom FC Liverpool zum FC Bayern München feiert Luis Díaz am Freitagabend beim Bundesliga-Auftakt auch sein persönliches Bundesliga-Debüt. Für rund 70-Millionen-Euro kam der Kolumbianer aus England und war das Ergebnis einer langen Suche der Bayern-Bosse nach einem neuen Flügelstürmer. Mit Díaz bekommen die Bayern jedoch nicht nur Schwung für ihre Offensive – sondern auch einen Mann, der bereits ein großes Drama durchlebte. Nicht einmal zwei Jahre ist es her, da erlebte Díaz die wohl schwierigste Zeit seines Lebens. Im Oktober 2023 wurden seine Eltern, Luis Manuel Díaz und Cilenis Marulanda, an einer Tankstelle in ihrer kolumbianischen Heimatstadt Barrancas entführt. Präsident schaltet sich in Entführungsfall ein Bewaffnete Männer auf Motorrädern verschleppten die Eltern des Fußballstars. Verantwortlich war die "Ejército de Liberación Nacional" oder kurz "ELN", eine linksgerichtete Guerilla-Bewegung. Die Polizei konnte Díaz' Mutter zwar nach nur einem Tag bereits wieder befreien, doch sein Vater blieb länger in Gefangenschaft. Die Entführung schlug in Kolumbien hohe Wellen, sogar das Militär schaltete sich in den Fall ein. Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hatte zuvor erklärt, dass alle öffentlichen Einsatzkräfte für die Suche zur Verfügung gestellt würden. Freiheit nach 13 Tagen Auch Díaz' damalige Teamkollegen und sein Trainer Jürgen Klopp zeigten sich tief betroffen von dem Drama, das er und seine Familie durchleben mussten. In der Premier-League-Partie gegen Nottingham Forest, die Díaz aufgrund der Geiselnahme verpasste, hielt sein mittlerweile verstorbener Teamkollege Diogo Jota nach einem Treffer das Trikot des Kolumbianers mit der Rückennummer sieben hoch. Auch Klopp sprach von einem der schwierigsten Spiele seiner Trainerkarriere. In einem späteren Spiel, an dem Díaz wieder teilnahm, steuerte dieser einen Treffer bei und zeigte danach ein T-Shirt mit der Aufschrift "Freiheit für Papa". Letztlich gab es einen positiven Ausgang für die Familie Díaz: Nach 13 langen Tagen in Gefangenschaft ließen die Guerillas Díaz Senior wieder frei.