Zurück in der Spur
Matthias Schwab zieht nach zuletzt vier verpassten Cuts in Folge beim British Masters nicht nur nach längerer Zeit wieder in ein Wochenende ein, sondern hat im Kampf um die Tourcard sogar gute Chancen auf das erste Topergebnis des Jahres. Bernd Wiesberger kämpft sich mit Birdie am Schlussloch im „The Belfry“ ebenfalls noch über die gezogene Linie.
Nach längerer Zeit gab es zum Auftakt am englischen Klassiker von „The Belfry“ für Matthias Schwab und Bernd Wiesberger wieder Grund zu jubeln. Vor allem Schwab wusste voll zu überzeugen, glänzte mit hervorragender Birdiequote und spielte sich dank der 66 (-6) sogar in die geteilte Führung. Der Südburgenländer hatte zwar ein wenig härter zu kämpfen, mit einem späten Birdiehattrick drehte er die Auftaktrunde aber noch in den roten Bereich und startet so nach zuletzt vier verpassten Cuts in Folge voll auf Kurs in Richtung Wochenende in den zweiten Spieltag.
Der erste Abschlag rollt zwar ins Rough aus, Matthias Schwab hat aber kein Problem auf der 1 das Grün zu erreichen und startet so mit einem sicheren anfänglichen Par in den Freitag. Zwar hat er auch danach mit leichten Ungenauigkeiten zu kämpfen, die ihm etwa auch am ersten Par 5 die Chance auf ein frühes Birdie kosten, mit Pars macht er aber auch weiterhin nichts verkehrt. Nach großteils auch weiterhin sehr sicherem Spiel, erwischt es den Rohrmooser schließlich mit einem Dreiputt vom Vogrün auf der 8 ein erstes Mal, womit er auch den Platz an der Sonne räumen muss.
Gute Chancen auf ein Topergebnis
Das Bogey kostet sichtlich auch den Rhythmus, denn mit einem verpassten Up & Down tritt er sich auf der 9 gleich den nächsten Fehler ein und hält sich so vor dem Wechsel auf die Backnine nur gerade noch so in den Top 10. Am Weg zur 10 sammelt sich der Schladming-Pro dann aber wieder und zündet zu Beginn der zweiten Neun ein perfektes Eisen ins Grün, was aus einem Meter in einer ziemlich stressfreien Birdieantwort mündet.
Durchwegs pulsberuhigt spult er in Folge Pars ab, bis er am Par 5 der 15 nach knapp neben dem Grün geparkter Attacke keine Probleme hat sein Score endgültig wieder auf Anfang zu drehen. Am Schlussloch erwischt es den 30-jährigen dann aber doch noch mit einem weiteren Fehler, da er sich nach einem versandeten Drive nicht mehr zum Par scramblen kann. Mit der 73 (+1) rutscht er zwar recht deutlich aus der geteilten Führungsposition, cuttet aber immer noch als 8. mit hervorragenden Chancen auf ein Topergebnis ins Wochenende.
Wiesberger kämpft sich über die Linie
Gleich auf der 10 und dem Par 3 der 12 legt sich Bernd Wiesberger gute erste Birdiemöglichkeiten auf, hat aus rund drei Metern jedoch den Putter in der Anfangsphase noch nicht so richtig auf Temperatur. Am Par 3 der 14 passt dann aber nach starkem Eisen aus 2,5 Metern erstmals alles zusammen und mit dem Birdie scheint er langsam richtig ins Rollen zu kommen, denn mit Chip & Putt legt er am darauffolgenden Par 5 gleich ein weiteres nach und schließt so bereits bis auf einen Schlag zu den Top 10 auf.
Der gewinnbringende Schwung ebbt in Folge jedoch etwas ab und mit einigen Ungenauigkeiten im langen Spiel macht er sich zu Beginn der Frontnine das Leben nicht unbedingt leichter, vermeidet vorerst jedoch noch Fehler. Zwar bringt er aus dem Rough auf der 4 die Annäherung noch am Vorgrün unter, benötigt danach aber drei Versuche ehe der Ball endlich im Loch verschwindet, womit der erste Fehler schließlich nicht mehr abzuwenden ist.
Auch danach streut er weiterhin eindeutig vom Tee zuviel um einigermaßen stressfrei agieren zu können. Auf der 6 wird es dann sogar wieder unangenehm, da er aus dem Rough den Ball nur im Grünbunker unterbringt, von wo aus er sich schließlich mit dem zweiten Schlagverlust wieder bei Level Par wiederfindet. Des Schlechten nicht genug wird ein weiterer verzogener Drive auf der 8 dann richtig kostspielig, denn aus dem zähen Dickicht legt er sich den Ball sogar unspielbar an die Uferböschung und nach Drop geht sich sogar nur das Doppelbogey aus, was ihn plötzlich sogar hinter die erwartete Cutmarke abrutschen lässt.
Nervenstark locht er dann am Schlussloch aber aus fünf Metern, kämpft sich so noch zur 73 (+1) und beendet so nach zuletzt vier verpassten Cuts in Folge die schwarze Serie. Im Kampf um die Tourcard wird er am Wochenende aber deutlich zulegen müssen, denn ein 53. Platz hilft ihm in der derzeitigen Situation in keiner Weise weiter. Marcel Siem (GER) diktiert nach den ersten beiden Runden bei gesamt 9 unter Par das Tempo.
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Der Beitrag Zurück in der Spur erschien zuerst auf golf-live.at.