Ausladung in Rotterdam: Eva Illouz wird dafür bestraft, dass sie jüdische Israelin ist
Wer sich in Kriegszeiten weigert, sich auf einer Seite der Feindeslinie zu positionieren, wird von beiden Seiten beschossen. So ergeht es der französisch-israelischen Soziologin Eva Illouz. Am 21. November sollte sie im Rahmen des Love Lab an der Universität in Rotterdam über „Romantische Liebe und Kapitalismus“ sprechen – und wurde nun von den Organisatoren ausgeladen. Die Begründung: Ein „Unwohlsein“ – weil Illouz an der Hebräischen Universität in Jerusalem gelehrt hat. Wie nennen wir ein nicht genau benennbares Unbehagen gegenüber einer Israelin?
Wohlwollend könnte man argumentieren, dass ein in Zeiten des Genozids abzuwägender Boykott israelischer Institutionen, die mit dem Militär zusammenarbeiten, hi
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