Im letzten deutschen Aufgebot für 2025 stehen nur noch zwei Stuttgarter. Dabei verwirrt der Verzicht eines Akteurs den Bundesligisten. Julian Nagelsmann hat bei seinem 25-Spieler-Aufgebot ordentlich aussortiert. Für die abschließenden Qualifikationsspiele am 14. November in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei hat der Bundestrainer für Leverkusens Robert Andrich und den Frankfurter Robin Koch sowie Dortmunds Maximilian Beier keinen Platz. Nach Maximilian Mittelstädt, der schon im Oktober fehlte, berücksichtigte Nagelsmann in Angelo Stiller einen weiteren Akteur des VfB Stuttgart nicht mehr. Für Teamkollege Deniz Undav führt nach einer Verletzungspause noch kein Weg zurück ins DFB-Aufgebot. Letzte Länderspiele 2025: Nagelsmann nominiert DFB-Kader – Überraschung dabei "Der Dosenöffner": Stuttgart feiert wichtigen Sieg in der Europa League Schwaben-Trainer Sebastian Hoeneß zeigte sich zumindest über das Fehlen von Stiller verwundert: "Ich weiß nicht, warum. Ganz klar, wir waren sehr überrascht", sagte er am Donnerstagabend vor dem Europa-League-Spiel gegen Feyenoord Rotterdam (2:0) bei RTL. Stiller sei in Stuttgart "der zentrale Spieler" und habe maßgeblich dazu beigetragen, dass der VfB in der Bundesliga auf Rang vier stehe. "Das in Kombination hat uns ein bisschen verwundert", so Hoeneß weiter: "Nicht nur ein bisschen, sondern ziemlich – dass Ange jetzt nicht dabei ist." Der Coach wolle die Entscheidung akzeptieren: "Das versuchen wir jetzt noch besser zu machen, als wir es in der Vergangenheit schon getan haben", sagte Hoeneß, der auch sportlich antworten wolle. Nationalkeeper und Stillers Teamkollege Alexander Nübel reagierte ähnlich. : "Keine Ahnung, was der Grund war oder ist und was der Trainer zu ihm gesagt hat. Die Überraschung war relativ groß, glaube ich, bei unserer ganzen Mannschaft", erklärte der 29-Jährige. Stiller selbst wollte nach dem Erfolg gegen Feyenoord nichts dazu sagen: "Darüber möchte ich nicht sprechen" und "kein Kommentar", waren seine Worte dazu. Nagelsmann fokussiert sich auf Quali-Endspurt Bundestrainer Nagelsmann hat derweil das Ziel für den Jahresabschluss klar festgelegt: "Mit zwei Siegen möchten wir die WM-Qualifikation perfekt machen – und obendrein noch Lostopf eins bei der Auslosung der WM-Gruppen in vier Wochen. Dann können wir die Planungen für 2026 weiter vorantreiben und konkretisieren." Nach dem Fehlstart mit dem schmerzhaften 0:2 in der Slowakei hat die Nationalmannschaft nach den folgenden Siegen gegen Nordirland (3:1/1:0) und Luxemburg (4:0) nun alle Trümpfe in der Hand, den notwendigen und fest eingeplanten Platz eins in der Gruppe A zu verteidigen. Nagelsmann versammelt seinen Kader am kommenden Montag in Wolfsburg. Dann wird sich der Bundestrainer ausführlich zu seinen Plänen für den Quali-Endspurt äußern.