World Cup: Von Schwächeanfällen im Kopf, Rechenfehlern und einem Glücksring
Für den ersten deutschen Großmeister, Niclas Huschenbeth, war es schon am Mittwoch vorbei. Am Donnerstag ereilte dann auch GM Dmitrij Kollars das Aus. Er musste im Tie-Break gegen GM Munirethinam Pranesh in der zweiten Rapid-Partie aufgeben. „Wirklich schade, aber so ist das nun einmal in diesem Format“, sagt Niclas Huschenbeth nach seiner Niederlage, „es war eine schöne Zeit hier, insgesamt habe ich gut gespielt, habe mich gut gefühlt – und dann hatte ich diesen einen Schwächeanfall im Kopf.“ Dem Berliner, der am morgigen Freitag zurückfliegt, bleibt nur noch, den anderen DSB-Akteuren die Daumen zu drücken, mit denen er im indischen Goa viel unternommen hat (gemeinsam Essen, Fitnessstudio) weiterhin viel Erfolg zu wünschen. „Es freut mich, dass es für so viele Deutsche so gut läuft“, sagte Huschenbeth, der letztlich seine erste Runde als Favorit souverän gemeistert hatte, dann auch noch GM Nodirbek Yakubboev einen zähen Kampf lieferte - und letztlich ein wenig mit dem ersten Spiel in Runde zwei haderte: „Es lief gut für mich mit Weiß, ich stand besser - und habe aber leider nicht mehr als ein Remis herausgeholt. Und mit Schwarz mache ich dann einen entscheidenden Rechenfehler.“ Und so ist das eben beim World Cup, diesem gnadenlosen und top besetzten Turnier – dieser eine Fehler kann teuer werden.