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EkoNiva: Ein Deutscher und sein Lebenswerk in Russland

Mitarbeiter von EkoNiva präsentieren Milchprodukte des Unternehmens. (Foto: Viktoria Nedaschkowskaja)

Mitte Oktober reisten wir, eine Gruppe von über 30 Personen, zum Milchviehbetrieb EkoNiva im Gebiet Kaluga. Der Besuch fand auf Einladung des Deutsch-Russischen Forums statt. Unsere Reise begann recht früh: Bereits um 8 Uhr saßen wir im Bus. Drei Stunden später empfingen uns Vertreter von EkoNiva und verwöhnten uns mit Lebensmitteln aus eigener Produktion.

Anschließend sahen wir uns eine Videobotschaft von EkoNiva-Inhaber Stefan Dürr an, der leider nicht an unserem Treffen teilnehmen konnte. Der Gründer des Milch- und Agrarunternehmens betonte die Bedeutung der Beziehungen zum Forum und äußerte die Hoffnung auf die Entwicklung „produktiver und freundschaftlicher Beziehungen“ zwischen Russland und Deutschland. Dürr kam 1989 erstmals in die damalige Sowjetunion und war zu dieser Zeit einer der ersten westeuropäischen Praktikanten in der sowjetischen Landwirtschaft.

Danach erfuhren wir mehr über EkoNiva, seine Gründung, die Branchen, in denen das Unternehmen tätig ist, und dessen Grundsätze. Einer der anwesenden EkoNiva-Vertreter war Stefan Dürrs Sohn Iwan. Ihm wurde unter anderem die Frage gestellt: „Wenn Ihr Vater das Unternehmen vertritt, welches Land vertritt er?“

„Höchstwahrscheinlich Russland“, „die russische Landwirtschaft“, so Iwan. Und vielleicht auch die russisch-deutsche Allianz, „die gerade etwas leidet“.

Erste Begegnung mit den Hofbewohnern

Zuerst fuhren wir mit einem Bus zu den Kälbern, die zwischen einem Tag und drei Monaten alt waren. Dann kamen die Kühe im Alter von drei bis acht Monaten und schließlich die erwachsenen Kühe. Der Hof beherbergt rund 7000 Tiere.

Die Kleinsten leben in Einzelställen auf einem Freigelände unter freiem Himmel. „Nur eine glückliche Kuh gibt viel gute Milch“, sagte unsere Reiseführerin. Der Hof verfügt sogar über eine simulierte Entbindungsstation: Knapp einen Monat vor dem geplanten Kalbungstermin werden trächtige Kühe dorthin gebracht, Mutter und Kalb werden getrennt, aber „recht artgerecht“ gehalten: Die Mutter darf das Kalb weder beschnuppern noch ablecken, da die Bindung noch nicht aufgebaut ist. Später werden die Kleinen in warme Einzelhütten gebracht, wo sie miteinander interagieren können, sich aber nicht ablecken dürfen, um den Austausch von Mikroflora zu vermeiden. Die Kälber erhalten zweimal täglich warme pasteurisierte Milch.

Eine der besonders neugierigen Kühe des Hofs (Foto: Viktoria Nedaschkowskaja)

Nach dem Besuch bei den Kleinsten gingen wir zu dem Ort, wo die Kälber im Alter von drei bis acht Monaten leben. Es war ziemlich laut hier: Die Kühe leben bereits in kleinen Gruppen zusammen – und den lauten Muh-Rufen nach zu urteilen, sind sie sehr glücklich darüber.

Negativität gegenüber Russland wird „überbewertet“

Während des Rundgangs hatte ich Gelegenheit, mich kurz mit Iwan Dürr zu unterhalten. Meine Hauptfrage war, ob EkoNiva derzeit Verbindungen nach Deutschland unterhalte. Laut Iwan gibt es deutsche Unternehmen, die weiterhin Anlagen liefern und sich auch „so weit wie möglich mit alten Kollegen austauschen“. So sprach Iwan beispielsweise kürzlich mit einem Glashersteller, der erklärte, weder Politik noch Religion hätten Einfluss auf sein Geschäft.

Deshalb werde in Russland die Negativität der einfachen Leute  „überbewertet“, so Iwan. Er schilderte, dass viele Menschen Politik und Geschäft trennen. Am Ende unseres Gesprächs stimmte Iwan zu, dass zwar viele Unternehmen den russischen Markt verlassen hätten, viele langjährige deutsche Partner von EkoNiva aber die Zusammenarbeit fortsetzen.

Melken und Milchproduktion

Abschließend besuchten wir die Molkerei. Das Werk in Kaluga führt detaillierte Milchqualitätstests durch. Von der Verschiffung der Milch vom Hof ​​bis zum Beginn der Verarbeitung vergehen nur fünf bis sechs Stunden – deutlich weniger als der gesetzlich vorgeschriebene Zeitrahmen in Russland.

Die Milchproduktion bei EkoNiva läuft auf Hochtouren (Foto: Viktoria Nedaschkowskaja)

Im Melkstand erfuhren wir, dass die Kühe nach einem strengen Zeitplan gemolken werden: Die Tiere haben ein „ausgeprägtes Zeitgefühl“ und stellen sich automatisch zur üblichen Melkzeit auf.

Das A und O für EkoNiva sind umweltfreundliche Verpackungen. So verwendet das Werk in Kaluga etwa Verpackungen aus recyceltem Kunststoff. Künftig sollen auch Etiketten und Deckel aus recyceltem Kunststoff verwendet werden.

Viktoria Nedaschkowskaja

Запись EkoNiva: Ein Deutscher und sein Lebenswerk in Russland впервые появилась Moskauer Deutsche Zeitung.

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