Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun? Leider viel. "Tendenz zunehmend."
Das Programm ist so vielfältig wie die Teilnehmer des Vielfaltskongresses der Deutschen Schachjugend vom 5. bis 7. Dezember. Die Organisatoren mit Najat Tabakh, Bundesjugendsprecherin bei der Deutschen Schachjugend, und Niklas Mörke, DSJ-Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit, haben viel Zeit und Energie darauf verwendet, um aus dem zweiten Kongress der DSJ ein sport- und gesellschaftspolitisches Event zu machen. Ein Beweis dafür, dass der organisierte Schachsport nicht nur aus Turnieren besteht, sondern auch klare Kante zeigt – zu Themen die auch unseren Sport umtreiben. „Es war wirklich super, wenn sich noch viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer anmelden“, sagt Niklas Mörke, „auch gerne aus dem DSB-Bereich.“ Der 26-Jährige, Student für VWL und Politik, hatte sich im Rahmen einer DSJ-Vorstandsitzung zur Organisation bereit erklärt. „Ich kann es ja mal machen“, hatte er im ersten Moment eher lapidar gesagt – und dann rasch Feuereifer entwickelt. Für ihn war klar: Dieser Kongress, der muss auch kritisch sein, bisweilen weh tun, deutlich machen: Die Schachwelt ist keine heile Welt, es gibt hier Probleme wie überall. Niklas Rickmann, langjähriger DSJ-Vorsitzender und mittlerweile Präsident des Landesverbandes in Mecklenburg-Vorpommern, wird zum Beispiel zum Thema Rechtsextremismus im Schach referieren. Ein heißes Eisen. Mörke hat ihn interviewt und eine ganz einfache Frage gestellt: „Was hat Schach mit Rechtsextremismus zu tun?“ Die Antwort von Rickmann: leider sehr viel.