Schach im Olympiastadion. "Einfach nur beeindruckend, gigantisch."
Der Star war diesmal die Location. Schach im Olympiastadion. Das lockte sogar den Rundfunk Berlin Brandenburg mit einem Kamerateam an – Sonntagabend gab es zwei Minuten zur besten Sendezeit. Bernhard Riess, der Haupt-Schiedsrichter bei der Deutschen Meisterschaft im Schach960 brachte es so auf den Punkt: Eine Woche zuvor habe er noch das NFL-Spiel der Falcons gegen die Colts in der Riesenarena gesehen, auch bei Hertha BSC ist der Fußballfan oft. „Der totale Kontrast“, sagt Riess, „sonst diese Lautstärke, diese großen Veranstaltungen – und nun geht es beim Schach ruhig, klein und fein zu.“ Bei der Deutschen Meisterschaft im Freestyle und dem U25 Berlin-Open. „Für mich als Berliner ist das ein Highlight“, so Riess, „mal was anderes.“ Etwas, das es noch nie gab – zum ersten Mal wurde im Olympiastadion, in der Olympia-Lounge, Schach gespielt. Der neue deutsche Meister im Schach960, IM Bennet Hagner, wählte dafür richtig große Worte: „Ich finde diesen Spieltort einfach nur sehr beeindruckend, gigantisch“, sagte der 16-Jährige, der in alle drei Turnieren von Freitag bis Sonntag zu gefallen wusste, „für mich ist es eine Ehre, hier dabei zu sein.“