Craft Bike Days 2025: Actofive I-Train 32″ – Fräsporn trift Riesenrad
Ein absolutes Highlight der diesjährigen Craft Bike Days war definitiv das schick gefräste Actofive I-Train mit 32″-Laufrädern. Alle Infos zu diesem Projekt gibt’s hier.
Actofive I-Train 32″
Simon Metzner von Actofive hatte bei den diesjährigen Craft Bike Days gleich zwei schicke Bikes mit im Gepäck. Einerseits die etablierte Trail-Plattform I-Train und andererseits seine eigene 32″-Interpretation ebendieser. Der Anstoß zum Projekt kam dabei tatsächlich vom Laufradbauer DT Swiss. Hier benötigte man passende Rahmen, um die eigenen 32″-Laufräder ausgiebig testen zu können. Die anfängliche Idee, den Rahmen des bestehenden 29″ I-Train an die größeren Laufräder anzupassen, wurde schnell verworfen. Als Knackpunkt stellte sich die im Vergleich zum 29er 80 mm höhere Front heraus. Dadurch ist es nicht möglich, mit einer bestehenden Plattform sinnvolle Geometrie-Werte zu erzielen. Kurzerhand hat Simon also erst das CAD-Programm und dann seine CNC-Fräse angeworfen und einen komplett neuen Hauptrahmen sowie die passende Sitzstrebe kreiert. Genau wie von Actofive bekannt, werden hier zwei gefräste Rahmenhälften miteinander verklebt. Als Vorbild für Rahmenform und Kinematik dient, wie unschwer zu erkennen ist, das Actofive I-Train.
- Rahmenmaterial Aluminium
- Laufradgröße 32″ / 32″
- Federweg 120 mm bis 140 mm
- www.actofive.com
Dementsprechend dürfte es Kenner nicht verwundern, dass auch das 32″-Bike wahlweise mit 120 mm bis 140 mm Federweg aufgebaut werden kann. Auf den Craft Bike Days wurde die 120 mm-Variante ausgestellt. Diese Variabilität zieht sich durch das gesamte Rahmenkonzept, was das Bike zu einer perfekten Experimentier-Plattform für die neue Laufradgröße macht. Hier können nämlich auch andere Parameter wie die Kettenstrebenlänge, oder der Lenkwinkel problemlos und schnell angepasst werden. Auch ein Mullet-Aufbau ist möglich.
Bei der Geometrie hat Simon versucht, die Kontaktpunkte, also Sitzposition und Lenkerhöhe, möglichst identisch zum 29er zu realisieren. Dafür ist natürlich ein spezieller Vorbau mit sehr negativem Rise nötig, sonst hätte man schlussendlich ein XC-Bike mit der Cockpithöhe eines Downhill-Bikes. Selbstverständlich stammt der schick gefräste Vorbau aus eigener Fertigung. Der Reach des Rahmens liegt bei virtuellen 475 mm. Virtuell Reach ist ein Messwert, den Simon kurzerhand eingeführt hat, da die herkömmliche Messmethode aufgrund der drastisch vergrößerten Einbauhöhe nur bedingt vergleichbare Ergebnisse liefert. Dieser virtuelle Messwert ist also mit dem Reach herkömmlicher 29er-Bikes vergleichbar. Herkömmlich gemessen hätte der 32″ Rahmen allerdings nur einen Reach von um die 455 mm. Kombiniert wird dies mit dem einstellbaren 65° Lenkwinkel und – ihr habt es euch vermutlich schon gedacht – ziemlich langen Kettenstreben. Diese messen satte 465 mm und bieten dadurch den nötigen Platz für die extragroßen Laufräder.
An der Front kommt hier im Kontrast zu den anderen bei den Craft Bike Days gezeigten 32″-Bikes eine herkömmliche Teleskop-Federgabel von DT Swiss zum Einsatz. Damit das große Laufrad durchpasst, haben die Schweizer allerdings eine optisch recht abenteuerlich wirkende Modifikation des Ausfallendes vorgenommen. Die Verlässlichkeit dieser Konstruktion wurde uns allerdings glaubhaft versichert. Allgemein ist das I-Train 32″ komplett und ohne Einschränkungen einsatzbereit und bereit, getestet zu werden. Egal ob als XC-Variante mit 120 mm Federweg, oder als Trail Bike mit 140 mm.
Bemerkenswert ist zudem, dass es sich bei dem hier gezeigten Modell im Gegensatz zu den anderen 32er-Prototypen der Craft Bike Days nicht um ein Einzelstück handelt. Es existieren bereits weitere fünf Rahmen, die aktuell eloxiert werden. Natürlich ist fest geplant, das I-Train mit 32 Zoll auch zum Verkauf anzubieten.
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