Die EZB reagiert auf die unsichere Weltlage. In ihrem jüngsten Stresstest schätzt sie die Risiken für einen Schock "so hoch wie nie zuvor" ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) warnt Europas Banken angesichts der unsicheren Weltlage vor weitreichenden Folgen. Das Risiko extremer Ereignisse sei "so hoch wie nie zuvor", hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. "Geopolitische Spannungen, eine veränderte Handelspolitik, Klima- und Naturkrisen, der demografische Wandel und technologische Umbrüche verschärfen strukturelle Schwachstellen", teilte die EZB weiter mit. Analyse : Kippt die Stimmung an den Märkten? Geoökonomie Wie Trump mit Zöllen eine neue Weltordnung schafft Die EZB unterzieht Europas Großbanken regelmäßig einem Stresstest. Im nun vorgelegten Bericht sind die Großbanken im Euroraum nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) generell zwar gut aufgestellt. Trumps Zollpolitik, die Abhängigkeit bei wichtigen Rohstoffen von China und Sorgen um nicht ausreichend abgesicherte Investitionen in die KI-Infrastruktur lassen die EZB-Ökonomen aber aufhorchen. Das schwierige Umfeld "erfordert vorausschauende Risikobewertungen und eine ausreichende Widerstandsfähigkeit", warnte die EZB. Unter anderem sollten die Banken im Euroraum ihre Abhängigkeit von ausländischen Instituten überprüfen. Die EZB-Bankenaufsicht, die als Lehre aus der globalen Finanzkrise 2008 hervorgegangen ist, kontrolliert die größten Banken im Euroraum direkt. Im Test wurden 105 Banken untersucht, die direkt von der EZB beaufsichtigt werden.