Polo-Motorradzubehör meldet Insolvenz an, bleibt aber weiterhin aktiv. Wieder trifft es ein Traditionsunternehmen. Polo, ein Anbieter von Motorradzubehör, hat beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Insolvenzverfahren beantragt. Das Unternehmen erklärte, der Geschäftsbetrieb werde unter Insolvenzschutz fortgeführt und saniert. Am Standort im nordrhein-westfälischen Jüchen und in allen Filialen läuft der Betrieb regulär weiter. Die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeiter in Deutschland sind bis Januar 2026 durch das Insolvenzgeld gesichert. Polo nennt die angespannte wirtschaftliche Lage und die zurückgehende Kaufbereitschaft der Kunden als Gründe für die Schieflage. Trotz guter Umsätze in diesem Jahr sei die finanzielle Situation angespannt. Brauer ei: Oettinger macht Abfüllanlage in Braunschweig dicht Westerwald: Beliebtes Feriendorf rutscht in die Insolvenz Die Standorte und Gesellschaften von Polo in der Schweiz und Österreich sind zunächst nicht betroffen. Der Motorradmarkt in Deutschland habe in diesem Jahr einen Rückgang der Neuzulassungen um ein Viertel verzeichnet, was etwa 50.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr bedeutet. Polo bietet seit 1980 Motorradbekleidung, Motorradhelme und Motorradzubehör an. Das Sortiment umfasst mehr als 65.000 Artikel. Bereits vor fünfzehn Jahren war das Unternehmen in die Insolvenz gerutscht. Damals leitete ein Finanzinvestor ein drastisches Sanierungsprogramm ein.