Die Besetzung des Justizpalasts von Bogotá im November 1985 endet im Inferno
Es ist ein scheinbar ganz normaler Arbeitstag. Am 6. November 1985, einem Mittwoch, sitzt der Richter Carlos Urán in seinem Büro im Justizpalast von Bogotá, als das Gebäude um die Mittagszeit von 35 Mitgliedern der Guerillagruppe M-19 besetzt wird. Armee und Polizei reagieren darauf umgehend mit extremen Mitteln. Panzer, Hubschrauber, Sprengstoff und zahllose Soldaten kommen zum Einsatz – ein bis in die Details hinein nach wie vor nicht hinreichend aufgeklärtes Geschehen kolumbianischer Gewaltgeschichte. Auch vier Jahrzehnte später ist über die Hintergründe nicht sonderlich viel bekannt.
Das „Movimiento 19 de Abril“ (M-19, also die Bewegung 19. April) entstand 1970 als linke Stadtguerilla und führte eine Reihe spektakulärer
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