Die US-Burgerkette Five Guys schließt bald ihren Standort in Aachen. Grund sind fortdauernde Verluste und die drohende Insolvenz in Deutschland. Die US-Burgerkette Five Guys wird ihren Standort in Aachen aufgeben. Das Geschäft am Markt 46 nahe dem Rathaus soll voraussichtlich noch vor dem Sommer 2026 geschlossen werden, wie die "Aachener Zeitung" berichtet. Hintergrund ist die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens in Deutschland. Seit dem Markteintritt im Jahr 2017 sollen sich laut Bericht Verluste von rund 60 Millionen Euro angesammelt haben. Allein im Jahr 2023 habe die deutsche Tochterfirma mit Sitz in Düsseldorf ein Defizit von 7,5 Millionen Euro verbucht. Aktuell ist von einem möglichen Rückzug aus bis zu 35 Filialen im Bundesgebiet die Rede. Brandmauer-Debatte: dm-Chef spricht sich für "inhaltliche Auseinandersetzung" mit AfD aus Europol: Acht Millionen Packungen Spielzeug in EU beschlagnahmt In Aachen war Five Guys seit November 2021 vertreten. Rund 1,5 Millionen Euro hatte das Unternehmen nach eigenen Angaben in die Einrichtung des Lokals investiert. Der Standort galt als vielversprechend – auch wegen der studentisch geprägten Innenstadtlage. Neuer Mieter soll schon gefunden sein Doch offenbar reichten die Umsätze nicht aus, um die hohen Investitionen, Personalkosten und gestiegenen Betriebsausgaben auszugleichen. Medienberichten zufolge finden an mehreren deutschen Standorten bereits seit Monaten Gespräche mit Vermietern über Mietanpassungen oder Ausstiege statt. Der Mietvertrag für die Aachener Filiale wurde dem Bericht zufolge bereits vor Monaten zum Sommer 2026 gekündigt. Es wird jedoch erwartet, dass der Betrieb deutlich früher endet. Laut "Aachener Zeitung" laufen bereits Verhandlungen mit einem neuen Mieter, der ein deutsches Gastronomiekonzept vertreten soll. Der Eigentümer der Immobilie bezeichnete den geplanten Ausstieg gegenüber der Zeitung als "absolut zuverlässig und seriös". Er betonte: "Wir haben eine saubere Lösung gefunden." In einer Partnerstadt von Aachen gegründet Five Guys wurde 1986 in Arlington, Virginia gegründet – einer Partnerstadt Aachens. Die Marke hatte sich in den USA unter anderem durch handgemachte Burger mit frischen Zutaten und dem Verzicht auf Tiefkühlware einen Namen gemacht. Einer ihrer bekanntesten Fans war der frühere US-Präsident Barack Obama , der Five Guys zu seinen Lieblings-Burgerläden zählte. Auch in Deutschland positionierte sich die Kette als Premiumanbieter im Vergleich zu klassischen Fast-Food-Ketten – mit entsprechend höheren Preisen. Ein Cheeseburger kostet aktuell knapp zwölf Euro, Pommes beginnen bei 4,95 Euro. In Aachen wäre es bereits die dritte größere Burgerladen-Schließung innerhalb weniger Jahre. Zuvor hatten bereits Burgerista und Burgerheart in der Stadt ihren Betrieb eingestellt. Gleichzeitig entstehen auch neue Konzepte, etwa das belgische "Smashup! Am Dom", das seit Sommer 2024 in der Innenstadt aktiv ist.