Neuer Leistungssport-Kader: Der DOSB gibt dem DSB klar die Richtung vor.
Die Kommission Leistungssport des Deutschen Schachbundes hat die neue Konzeption Leistungssport beschlossen, die anhand von Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) neue Richtlinien für die Kaderbildung beinhaltet. Es gibt neue Begriffe - und neue Kriterien. Und entsprechend auch Härtefälle, denn die Zeit der alten A-, B-, C- und D/C-Kader ist vorbei. Es gibt nur noch einen Leistungskader, der WK-Kader heißt (Weltklasse) – und einen Perspektiv-Kader (PK-Kader). Was das für einige bedeuten kann, brachte Nationalspielerin WGM Jana Schneider vor einigen Wochen im Podcast „Schachgeflüster“ so auf den Punkt. Damals wirkte sie noch sehr betrübt über die neue Regelung. „Für mich ist das schade.“ Das System sei ihrer Ansicht nach zu starr, sie fürchtet um ihre Zukunft im Nationalteam, müsse vermutlich jetzt bereits ihre Hoffnungen auf die Olympiade in Usbekistan begraben: „Man kommt in den Leistungskader nur noch, wenn man eine Medaille gewonnen hat – und in den anderen Kader nur, wenn man eine bestimmte Wertungszahl hat.“ Das stimmt so nicht ganz, wie ihr eigenes Beispiel nun letztlich zeigt.