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Bondi Beach: Surfer gedenken Opfern – Regierung kündigt Waffenrückkauf an

Australiens Regierung will nach dem tödlichen Terroranschlag in Sydney das ohnehin schon strikte Waffenrecht weiter verschärfen – und auch die Zahl der Schusswaffen im Land verringern. In Australien haben Hunderte Surfer den Opfern des verheerenden Terroranschlags am Bondi Beach in Sydney gedacht. Sie formten hierzu am Morgen mit ihren Surfbrettern im Meer einen großen Kreis und gedachten mit einer Schweigeminute den Todesopfern. Mitglieder der jüdischen Gemeinde beteten zuvor am Strand, an dem sich eine riesige Anzahl an Surfern und Schwimmern eingefunden hatte. Der Strand war am Donnerstag größtenteils wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Anschlag am Bondi Beach: Sie flohen vor dem Krieg nach Sydney – und verloren dort ihr Kind Attentäter von Sydney ist aus dem Koma erwacht: Ihn erwarten 59 Anklagen "Sie haben unschuldige Opfer abgeschlachtet, und heute schwimme ich dort draußen und bin wieder Teil meiner Gemeinschaft, um das Licht zurückzubringen", sagte der 53-jährige Jason Carr der Nachrichtenagentur AFP. Er habe gezögert, bevor er ins Wasser gegangen sei, weil die Menschen noch trauerten. "Wir beerdigen immer noch Leichen. Ich fand es aber einfach wichtig." Die 58 Jahre alte Carole Schlessinger sprach von einer "wundervollen Energie" bei dem Gedenken. "Zusammen zu sein ist so wichtig, um mit dem umzugehen, was gerade passiert", sagte sie. Der Bondi Beach ist Australiens berühmtester Strand und bei einheimischen Surfern und Touristen beliebt. Zwei Attentäter – ein Vater und sein Sohn – hatten dort am Sonntag während des jüdischen Lichterfests Chanukka auf eine Menschenmenge geschossen und 15 Menschen getötet. Zahlreiche Verletzte werden weiterhin im Krankenhaus behandelt. Es war der schlimmste Fall von Schusswaffengewalt in dem Land seit dem Amoklauf von 1996. Der Vater wurde von der Polizei erschossen, der Sohn wurde mit lebensgefährlichen Schusswunden ins Krankenhaus gebracht. Albanese: "Müssen mehr Waffen von unseren Straßen holen" Die australische Regierung hat indes angekündigt, die Anzahl der Schusswaffen im Land nach dem verheerenden Terroranschlag auf ein jüdisches Fest in Sydney reduzieren zu wollen. Premierminister Anthony Albanese will zu diesem Zweck ein nationales Rückkaufprogramm für Schusswaffen einsetzen. Ein ähnliches Programm hatte das Land zuletzt 1996 nach einem Amoklauf in der Stadt Port Arthur auf der Insel Tasmanien mit 35 Toten eingeführt. Das damals schon deutlich verschärfte Waffenrecht will die Regierung des Sozialdemokraten Albanese nun nochmals strikter fassen. "Die schrecklichen Ereignisse in Bondi zeigen, dass wir mehr Waffen von unseren Straßen holen müssen", sagte Albanese bei einer Pressekonferenz. Es gebe vier Millionen Schusswaffen in Australien – mehr als 1996, als die strikten Waffengesetze in Kraft traten. "Wir wissen, dass einer dieser Terroristen eine Waffenbesitzkarte und sechs Schusswaffen hatte, obwohl er mitten in einem Vorort von Sydney, in Bonnyrigg, lebte. Es gibt keinen Grund, warum jemand in dieser Situation so viele Waffen brauchte", sagte Albanese. Seine Regierung will jetzt ein Gesetz für das neue Programm zum Rückkauf von voraussichtlich Hunderttausenden Schusswaffen einbringen. Wann damit begonnen wird und aus welchen Mitteln das Programm bezahlt werden soll, ist noch unklar. Nach dem Amoklauf vor knapp 30 Jahren wurde das millionenschwere Rückkaufprogramm durch eine vorübergehende Erhöhung des Beitrags zur staatlichen Krankenversicherung finanziert.

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