Der Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia soll Venezuela führen. Das hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vorgeschlagen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich nach der Entmachtung von Nicolás Maduro für einen demokratischen Übergang in Venezuela ausgesprochen. "Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen", teilte Macron mit. Er erklärte weiter: "Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann." Macron verwies auf die Anerkennung von González durch die USA und mehrere lateinamerikanische Staaten nach der Präsidentschaftswahl 2024. Dieser hatte den Wahlsieg für sich reklamiert, nachdem die Abstimmung von Betrugsvorwürfen begleitet worden war. Maduro hatte sich dennoch für eine dritte Amtszeit vereidigen lassen, woraufhin González das Land verließ. In der Nacht zum Samstag hatten die USA den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores bei einem militärischen Einsatz festgenommen und außer Landes gebracht. Beide sollen sich in New York vor Gericht verantworten – unter anderem wegen des Vorwurfs des "Drogenterrorismus". Frankreichs Präsident schrieb auf X: "Das venezolanische Volk kann sich freuen, von der Diktatur Maduros befreit worden zu sein." Nach US-Angriff: Newsblog zum Militäreinsatz in Venezuela Donald Trump: USA haben Maduro festgenommen Trump will vorerst US-Kontrolle US-Präsident Donald Trump hingegen will zunächst das Land unter Kontrolle der USA stellen. Bei Bedarf würden auch US-Truppen entsandt. Er wolle zunächst mit der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodriguez zusammenarbeiten. Trump sagte, Rodriguez sei zur Zusammenarbeit mit den USA bereit. "Wir haben gerade ein Gespräch mit ihr geführt, und sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach", sagte Trump. "Ich finde, sie war sehr zuvorkommend, aber sie hat wirklich keine andere Wahl." Wie die Zusammenarbeit aussieht, ist fraglich. Rodriguez hatte gefordert, dass Maduro freigelassen werden muss. Macron erklärte außerdem, Maduro habe "die Würde seines eigenen Volkes schwer verletzt". Die Stellungnahme wurde auch von Ex-US-Präsident Donald Trump auf der Plattform Truth Social geteilt. Der Republikaner äußerte sich zuvor skeptisch zur politischen Zukunft der Oppositionspolitikerin María Corina Machado. Sie habe "weder die Unterstützung noch den Respekt innerhalb des Landes", sagte Trump auf seiner Pressekonferenz. Die Äußerung löste umgehend Empörung bei Unterstützern Machados aus, die als aussichtsreichste Gegnerin Maduros galt. Macron hatte mit Machado telefoniert und ihre Forderung nach Freilassung politischer Gefangener unterstützt. "Frankreich ist voll mobilisiert und wachsam, auch um die Sicherheit seiner Staatsangehörigen in diesen unsicheren Zeiten zu gewährleisten", teilte Macron mit. Machado bedankte sich auf X für die Unterstützung und bekräftigte ihre Forderung, González als Nachfolger Maduros einzusetzen.