Vorgeschichte & Rahmenbedingungen
Nach dem Weltmeistertitel 2023 und Platz 4 bei Olympia 2024 begann für die deutsche Herren-Nationalmannschaft ein Jahr mit klarer Zielsetzung: Nach Gold auf globaler Ebene wollte das Team auch in Europa triumphieren. Der Kern um Dennis Schröder, Franz Wagner, Daniel Theis, Johannes Thiemann, Andreas Obst und Isaac Bonga blieb zusammen. Mit dem neuen Bundestrainer Álex Mumbrú, der die Nachfolge von Gordon Herbert antrat, setzte der DBB auf Kontinuität und Weiterentwicklung – besonders im defensiven Konzept und der taktischen Variabilität.
Qualifikation & Vorbereitung
Im Februar 2025 stand das entscheidende Fenster der EuroBasket-Qualifikation an. Aufgrund des FIBA-Kalenders trat Deutschland mit einem „Fenster-Kader“ an – also ohne NBA- und mit nur wenig EuroLeague-Spielern. Am 20. Februar 2025 gewann die DBB-Auswahl in Podgorica gegen Montenegro überraschend deutlich mit 95:76. Ohne die Stars Schröder und Wagner überzeugte das Team durch Geschlossenheit und Physis. Besonders die Big Men dominierten die Rebounds, während die Guards mit aggressiver Verteidigung das Spiel kontrollierten.
Drei Tage später, am 23. Februar 2025, folgte das Heimspiel in der Brose Arena Bamberg gegen Bulgarien. Vor ausverkauftem Haus legte Deutschland ein starkes zweites Viertel hin und siegte mit 94:85. Der Jubel war groß – das EM-Ticket war gesichert.
In der Vorbereitung im Sommer 2025 zeigte sich die Begeisterung im Land: Vier ausverkaufte Testspiele in Mannheim, München und Köln gegen SLowenien, die Türkei, Serbien und Spanien sorgten für über 50 000 Zuschauer – Basketballfeste, die an die WM-Euphorie 2023 erinnerten.
EuroBasket 2025 – Vorrunde in Tampere (Finnland)
Die deutsche Mannschaft startete am 27. August 2025 in der Nokia Arena in Tampere in das Turnier – und dominierte die Vorrunde nach Belieben. Deutschland – Montenegro 106:76: Auftakt nach Maß! Mit aggressiver Defense, variablem Inside-Play und starker Ballbewegung ließ Deutschland den Gegner nie zur Entfaltung kommen. Die Big Men kontrollierten das Spiel, die Guards trafen konstant. Deutschland – Schweden 105:83: Nach einem ausgeglichenen Start übernahm Deutschland mit einem 31:12-Zwischenspurt im zweiten Viertel die Kontrolle. Obst traf fünf Dreier, Theis dominierte am Brett. Deutschland – Litauen 107:88: Im Spitzenspiel der Gruppe präsentierte sich Deutschland reif und effizient. Die litauische Zone wurde durch gutes Ball-Movement auseinandergespielt, Franz Wagner traf sicher aus der Mitteldistanz. Deutschland – Großbritannien 120:57: Eine Machtdemonstration. Vom Tip-Off an dominierte das Team, erzwang 22 Ballverluste und glänzte mit 14 erfolgreichen Dreiern. Bonga und Obst führten die Scorerliste an. Deutschland – Finnland 91:61: Auch gegen den Mit-Gastgeber dominierte der Weltmeister eindeutig. Ab dem zweiten Viertel wurden die Weichen eindeutiig auf Sieg gestellt, Finnland hatte keine Chance.
Mit fünf Siegen aus fünf Spielen und einem durchschnittlichen Sieg-Polster von über 20 Punkten zog Deutschland souverän als Gruppensieger in die Finalrunde ein. Die Ausfälle von Bundestrainer Álex Mumbrú (Bauchspeicheldrüsenentzündung) und Center Johannes Voigtmann hatte man glänzend weggesteckt.