DWD-Prognose: Eiszeit am Federsee: Schlittschuhspaß in Oberschwaben
Minusgrade, polare Meeresluft und Eisspaß auf dem Federsee – die klirrende Kälte sorgt auch für viel Winterfreude.
Der Federsee in Oberschwaben ist Naturarchiv, Vogelparadies und archäologischer Schatz - und ein Relikt der jüngsten Eiszeit. Am Wochenende herrschten erneut Frost und Kälte am See bei Bad Buchau im Kreis Biberach - und zahlreiche Menschen zog es dorthin, um sich in der Wintersonne zu vergnügen. "Da herrschte Volksfeststimmung", berichtete ein dpa-Fotograf.
Spaziergänger wanderten von Bad Buchau nach Tiefenbach über das Eis, denn der Federsee war komplett zugefroren. Eltern zogen bei strahlendem Sonnenschein die Kinderwagen über das Eis, Schlittschuhfahrer drehten bei Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt ihre Runden. Dutzende Sportler machten den See zur Piste, auch Eishockeyspieler schossen ihren Puck umher.
Bis minus 17 Grad erwartet
Dauerfrost, knackig kalte Nächte, aber auch Sonne bestimmen weiter das Wetter in Baden-Württemberg. Am Sonntag gab es laut Deutschem Wetterdienst vor allem am Hochrhein und am Bodensee viel Sonne, im Norden des Landes gab es etwas mehr Wolken. In großen Teilen Baden-Württembergs blieb es eisig kalt. Vor allem im Bergland und in Oberschwaben herrschte Dauerfrost bei rund minus vier Grad an der Baar, im Rheintal wurden laut DWD maximal etwa plus zwei Grad erreicht.
In der Nacht zum Montag zieht die Kälte noch einmal deutlich an. Die Temperaturen sinken auf minus 6 bis minus 13 Grad, im Allgäu sind örtlich sogar bis minus 17 Grad möglich.
Auch zum Wochenstart ist kein Tauwetter in Sicht, die Höchstwerte liegen landesweit unter null: im Bergland bei etwa minus sechs Grad, in tieferen Lagen um minus ein Grad. Schuld an diesen Temperaturen ist laut DWD polare Meeresluft. Vor allem am Nachmittag soll es am Montag oft heiter bis sonnig werden.