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Identitätsdiebstahl bei Jobsuche: So schützen Sie Ihre persönlichen Daten

Ein Jobangebot, das zu gut klingt, um wahr zu sein – und doch täuschend echt wirkt. Warum Betrüger längst nicht mehr Ihr Geld wollen, sondern etwas viel Wertvolleres. Sie suchen einen neuen Job oder eine flexible Nebentätigkeit im Homeoffice – vielleicht, um Ihre Rente aufzubessern oder von der Aktivrente zu profitieren? Ein Klick auf ein Jobportal, eine vielversprechende Anzeige, eine schnelle Bewerbung. Die Freude ist groß, wenn kurz darauf eine positive Rückmeldung kommt und ein virtuelles Vorstellungsgespräch winkt. Doch Vorsicht: Nicht jedes Jobangebot ist seriös. Immer häufiger haben es Kriminelle gezielt auf Jobsuchende abgesehen. Und auch wenn kein Geld gestohlen wird, kann der Schaden enorm sein. Denn die Betrüger haben es nicht auf Ihr Konto abgesehen, sondern auf Ihre Identität. Was passiert, wenn genau das gelingt? Identitätsbetrug: Schnell, effektiv – und folgenreich Die Masche nennt sich Job-Scamming, auf Deutsch: Betrug mit gefälschten Stellenangeboten. Sie ist simpel und professionell zugleich. Auf eine vermeintlich seriöse Anzeige folgt innerhalb weniger Stunden eine Zusage zum virtuellen Vorstellungsgespräch. Der angebliche Personalleiter bittet per E-Mail um Fotos von Vorder- und Rückseite des Personalausweises sowie um ein Selfie – angeblich zur Vertragserstellung und zur Eröffnung eines Verrechnungskontos. Zusätzlich verlangen die Betrüger oft eine schnelle Identitätsprüfung bei einer "Partnerbank", da die Stelle sehr gefragt sei. Betroffene durchlaufen ein Video-Ident-Verfahren oder schicken zumindest ihre Ausweiskopie. Zunächst bleibt alles folgenlos. Doch genau diese Daten ermöglichen später erheblichen Missbrauch mit potenziell gravierenden Konsequenzen für die Bewerber. Identitätsdiebstahl: Ein wachsendes globales Problem Wie viele Firmen in Deutschland gezielt mit betrügerischen Stellenanzeigen arbeiten, ist unklar. Behörden wie das BKA führen keine gesonderten Statistiken zu Job-Scamming. Die Fälle tauchen meist unter allgemeinen Delikten wie Vorauszahlungsbetrug oder Identitätsdiebstahl auf. Ein Blick ins Ausland zeigt jedoch die Dimension: In den USA stieg die Zahl gemeldeter Beschwerden zu betrügerischen Jobangeboten zwischen 2024 und 2025 um rund 1.000 Prozent. Der finanzielle Schaden lag bei etwa 131 Millionen Dollar. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein, da viele Betroffene aus Scham oder Angst keine Anzeige erstatten. Paramount Media GmbH: Ein Lehrbeispiel für Job-Scamming Eine der aktuell auffälligen Firmen ist die Paramount Media GmbH. Ihre Anzeigen tauchen vor allem in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram oder TikTok auf. Der Name wirkt bewusst gewählt, denn wer googelt, stößt zunächst auf den bekannten US-Medienkonzern Paramount. Die Inhaber der Webseite bieten angeblich Jobs als Social Media Manager oder Marketing Manager an – flexibel, gut bezahlt, vollständig remote. Doch im Impressum fehlen zentrale Angaben: keine ordnungsgemäße Firmierung, keine Handelsregisternummer, keine verantwortlichen Personen. Stattdessen taucht eine angebliche Adresse auf den Philippinen auf, die bei Google Maps zu einem Einkaufszentrum führt. Auch die genannten Mitarbeiterprofile wirken austauschbar und sind vermutlich KI-generiert – ein Detail, das viele Bewerber nicht überprüfen. Namen wie Nils Vorstedt, Sophie Klein, Lukas Meinert oder Maximilian Braun wirken bewusst unspezifisch. Allein der Name "Maximilian Braun" kommt in Deutschland schätzungsweise 1.500- bis 2.000-mal vor, der Nachname "Braun" zählt zu den 25 häufigsten Familiennamen, "Klein" sogar zu den 15 häufigsten. Für Bewerber wird es dadurch nahezu unmöglich, die angeblichen Mitarbeiter eindeutig zu überprüfen. Warum Bewerber trotz Zweifel mitmachen Selbst bei ersten Zweifeln lassen sich viele Bewerber überzeugen. Die Betrüger erklären unkonventionelle Abläufe mit einem "modernen Start-up-Ansatz" und betonen, bewusst neue Wege im Recruiting zu gehen. Das klingt für viele plausibel. Hinzu kommt die emotionale Komponente: Wer mehrere Absagen erlebt hat, freut sich über schnelles Interesse. Überdurchschnittliche Gehälter, freundliche Recruiter und persönliche Ansprache verstärken den Eindruck von Seriosität und senken die Wachsamkeit. Video-Ident als Einfallstor für Betrüger Die Betrüger setzen also nicht nur auf vertrauenerweckende und seriös klingende Namen, sondern auch darauf, dass das Video-Ident-Verfahren in Deutschland als sicher gilt, da es strengen Vorgaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) und des Geldwäschegesetzes unterliegt. Ausweise müssen gekippt, gedreht und detailliert geprüft werden. Doch nicht alle Anbieter arbeiten nach diesen Standards. Vor allem bei ausländischen oder unseriösen Dienstleistern sind die Prüfungen oft lückenhaft oder automatisiert. Mit den so erlangten Daten eröffnen Kriminelle Konten im Namen der Bewerber. Diese dienen anschließend etwa als Zahlungsziel für Fake Shops. Für die Betroffenen bleibt der Missbrauch oft lange unbemerkt. Häufig erfahren Bewerber erst dann von dem Betrug, wenn eine Bank Unregelmäßigkeiten feststellt und sich an den Kontoinhaber wendet – also an die Person, deren Identität missbraucht wurde. Die möglichen Folgen sind belastend: Banken sperren Konten, Geschädigte fordern ihr Geld zurück, Inkassoschreiben oder sogar zivilrechtliche Klagen können folgen. Warnsignale bei der Jobsuche erkennen Falsche Stellenanzeigen sind kein neues Phänomen. Schon 2020 meldeten Verbraucherzentralen Fälle, in denen Bewerber zur Herausgabe sensibler Daten oder zur Eröffnung von Konten gedrängt wurden. Neu ist die Professionalität: Heute erstellen Betrüger mit KI täuschend echte Websites und Mitarbeiterprofile. Masche bei WhatsApp : Diese Betrüger schlachten ihre Opfer systematisch aus Tech-Visionär Ian Rogers: "Das Smartphone ist unsicher – und das wird sich nie ändern" Typische Warnsignale sind extrem schnelle Zusagen, Identitätsprüfungen vor Vertragsabschluss, Datenabfragen per Messenger oder fehlender persönlicher Kontakt. Wer zur Durchführung eines Video-Ident-Verfahrens für einen Job aufgefordert wird, sollte besonders vorsichtig sein. Ein einfacher Test: Weisen Sie im Video-Ident-Gespräch darauf hin, dass die Identifikation wegen einer Stellenanzeige erfolgt. Seriöse Anbieter werden reagieren und das Verfahren abbrechen. Welche rechtlichen Folgen Betroffene erwarten müssen Grundsätzlich haften Opfer eines Identitätsdiebstahls nicht für Verträge oder Geschäfte, die Betrüger in ihrem Namen abgeschlossen haben. Ohne eigene Willenserklärung kommt kein wirksamer Vertrag zustande. Auch der BGH stellt klar: Forderungen gegen missbrauchte Identitäten sind unzulässig. Allerdings kann es Monate dauern, bis ein Identitätsmissbrauch aufgeklärt ist. Bis dahin sind Betroffene zunächst die einzigen greifbaren Ansprechpartner. Problematisch wird es bei grober Fahrlässigkeit, etwa wenn Betroffene bewusst Ausweisdaten weitergegeben, Konten "vermietet" oder Warnsignale ignoriert haben. Da Identitätsprüfungen im Bewerbungsprozess branchenüblich sind, handeln Bewerber meist in gutem Glauben. Verträge, die Betrüger mit diesen Daten schließen, bleiben nichtig. Was Sie sofort tun sollten, wenn Sie betroffen sind Sobald Sie den Betrug bemerken, sollten Sie handeln. Verbraucherschützer raten dringend zur Strafanzeige wegen Identitätsdiebstahls. Sie dient als zentraler Nachweis gegenüber Banken, Inkassounternehmen und Gläubigern. Auf Rechnungen oder Mahnungen sollten Sie schriftlich reagieren und auf die Anzeige verweisen. Informieren Sie außerdem Ihre Bank und lassen Sie betroffene Konten oder Karten sperren. Prüfen Sie Ihre Schufa-Einträge, um unberechtigte Negativmerkmale frühzeitig zu erkennen. Wichtig: Zahlen Sie nicht aus Angst. Wer aktiv aufklärt, schützt sich vor langfristigen finanziellen und rechtlichen Folgen.

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