Schneesturm "Elli" wirbelt den Fährplan auf den Inseln durcheinander. Im Nordwesten gilt ab Freitag die zweithöchste Warnstufe. Alle Entwicklungen im Liveblog. Donnerstag, 8. Januar Schneesturm: Deutsche Inseln nicht per Fähre erreichbar 12.35 Uhr: Wintersturm "Elli" wirbelt den Fährverkehr an den deutschen Küsten durcheinander. Die Inseln Wangerooge und Langeoog teilten mit, der Fährverkehr werde am Freitag komplett eingestellt. Wegen der schlechten Wetterlage sei ein sicherer Schiffstransport sowie eine sichere An- und Abreise der Gäste nicht möglich. Eingestellt wird am Freitag auch der Fährverkehr zwischen der ostfriesischen Insel Juist und dem Festland. Im Fährverkehr zur Nachbarinsel Norderney sei mit kurzfristigen Änderungen und Ausfällen zu rechnen. Winterwetter: Retter bricht auf Bodensee in Eiswasser ein 12.30 Uhr: Mehrere Menschen sind in den vergangenen Tagen auf zugefrorenen Seen eingebrochen. In Mölln in Schleswig-Holstein ist ein zwölfjähriges Mädchen mit seinem Hund auf eine zugefrorene Eisfläche geraten und eingebrochen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Das Mädchen konnte gerettet werden, der Hund überlebte nicht. Auch in der Hegner Bucht am Bodensee brach am Mittwoch eine Person in etwa 90 Zentimeter tiefes Wasser ein. Während der Rettung fiel auch ein Helfer ins Wasser. Beide Personen konnten gerettet und mit Unterkühlungen ins Krankenhaus gebracht werden. Die Wassertemperatur lag laut Polizei bei rund drei Grad. Berliner Bezirk schließt alle Senioreneinrichtungen 12.12 Uhr: Alle bezirklichen Senioreneinrichtungen in Berlin-Spandau bleiben am Freitag, 9. Januar 2026, geschlossen . Dies teilte der Bezirk am Donnerstag mit. Die Maßnahme diene dem Schutz und der Sicherheit der Besucher und Mitarbeiter, hieß es. Grund für die Schließung ist demnach die aktuelle Wetterwarnung . Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet in der Region am Freitag gebietsweise 3 bis 8 Zentimeter Neuschnee, örtlich können es sogar bis zu 15 Zentimeter werden. Dazu kommen Windböen mit etwa 60 Kilometern pro Stunde aus östlicher Richtung. Schneeverwehungen sind wahrscheinlich . Touristenattraktion stellt Betrieb ein Wegen des angekündigten Sturmtiefs setzen die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) den Verkehr am Freitag größtenteils aus. Lediglich ein Abschnitt im Südharz zwischen Nordhausen und Ilfeld Neanderklinik werde planmäßig befahren, teilten die HSB mit. "Gefahr für Leib und Leben": Warnstufe Rot ausgerufen Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Warnstufe erhöht: Für den Nordwesten des Landes gilt Warnstufe Rot. Dabei handelt es sich um eine Unwetterwarnung der zweithöchsten Kategorie, auch Hamburg und Bremen sind betroffen . Ab Freitagmorgen besteht "Gefahr für Leib und Leben" durch starke Schneeverwehungen. Die Meteorologen warnen vor "stark erhöhter Schneedecke bis hin zu blockierten Verkehrswegen" und "oftmals stark eingeschränkter Sichtweite". Der DWD empfiehlt, den Aufenthalt im Freien zu vermeiden. "Möglichst volltanken, Decken und warme Getränke mitführen", so die weiteren Tipps. Sturmtief Elli: Was kommt da auf Franken zu? Der DWD rechnet bereits in der Nacht auf Freitag mit leichtem Schneefall in Mittelfranken . Immerhin fünf bis zehn Zentimeter könnten fallen, sagt der Wetterdienst vorher. Im Laufe der Nacht soll dann der Schnee in Regen übergehen. Der fränkische Experte Stefan Ochs, der als "Wetterochs" bekannt ist, erwartet gar "starke Schneefälle" am Donnerstagabend. Auch er erwartet, dass der Schnee später in Regen übergeht. Der breite sich dann von Südwest nach Nordost aus. Laut DWD droht im Süden Mittelfrankens (sowie weiter südlicher im Freistaat) bis Freitagvormittag Eisregen. Im Rest Mittelfranken, und damit auch im Stadtgebiet von Nürnberg , sei nur gebietsweise mit Glätte zu rechnen. Mehr Informationen finden Sie hier . Wegen Wetterwarnungen: CDU sagt Klausurtagung ab Der CDU-Vorstand hat seine Klausurtagung in Mainz wegen der aktuellen Wetterwarnungen abgesagt . "Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekündigten Zug- und Flugausfällen sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen", teilte eine Parteisprecherin mit. Schneewalze rückt auf NRW und Köln vor: Kommt es jetzt zu Schulschließungen? Wintersturm zieht auf Berlin zu: Das rät die Feuerwehr Am Freitag werden in Berlin Sturm und Schnee erwartet. Die Feuerwehr warnt vor Gefahren und gibt Tipps. Was Sie beachten sollen, erfahren Sie hier . Flughafen erwarten "Mammutaufgabe" Schnee, Eisregen, klirrende Kälte und starke Winde stellen deutsche Flughäfen vor große Herausforderungen. Am Düsseldorfer Flughafen gab es bereits erste kurzzeitige Einschränkungen. Eine Sprecherin des Frankfurter Flughafens teilte t-online mit, man beobachte die Lage konstant. Axel Schmidt, Leiter der Unternehmenskommunikation des BER-Flughafens in Berlin, erwartet eine "Mammutaufgabe" . Auf die Mitarbeiter komme in den nächsten Tagen "Schwerstarbeit" zu. Eisglätte: Autofahren kann lebensgefährlich werden Dauerschnee und Eisregen peitschen über Deutschland. Meteorologen warnen: Wer jetzt Auto fährt, riskiert sein Leben. Die Straßen werden spiegelglatt. Wo genau jetzt die größten Gefahren durch Glätte und Schnee drohen, lesen Sie hier. Winterwetter: Flughafen Düsseldorf beeinträchtigt Schnee und Eis haben am Flughafen Düsseldorf Probleme ausgelöst. Zweimal sei der Flugbetrieb für etwa 30 Minuten kurzzeitig unterbrochen worden, teilte ein Sprecher der Düsseldorfer Regionalredaktion von t-online mit. In fünf Fällen haben sich ankommende Maschinen am Mittwochnachmittag entschieden, auf andere Flughäfen auszuweichen. Wann Hausbesitzer und Mieter Schnee räumen müssen Schnee räumen ist Aufgabe des Hauseigentümers, Mieters und teilweise Vermieters. Wer seine Pflicht zum Schneeräumen nicht erfüllt, muss beim Unfall zahlen. Hier lesen Sie alle Regeln zum Schneeschippen nach dem Wintereinbruch. Höhepunkt von Sturmtief "Elli" steht erst bevor Sturmtief "Elli" wird seinen Höhepunkt am Freitag erreichen, vor allem der Norden Deutschlands muss sich auf meterhohe Schneeverwehungen einrichten. Innerhalb von 24 Stunden drohen laut aktuellen Wettermodellen Schneemengen von 20 Zentimetern, örtlich könnte noch mehr fallen. Schnee und Eis in Deutschland: Ein Todesopfer, mehrere Verletzte Am Donnerstag haben sich deutschlandweit bereits etliche Unfälle aufgrund des Wetters ereignet. So kam es etwa in Gehrde in Niedersachsen zu einem schweren Autounfall. Wie die Polizei mitteilte, war das Auto eines Mannes von der Fahrbahn abgekommen und daraufhin gegen einen Baum geprallt. Der Fahrer erlitt dabei tödliche Verletzungen. Schulen in Hamburg und Bremen bleiben komplett geschlossen Die Schulen in Hamburg bleiben wegen der Witterungsverhältnisse und des erwarteten starken Schneefalls am Freitag geschlossen. Das teilte die Schulbehörde mit. Auch in Bremerhaven und an weiteren Orten in Niedersachsen fällt in den kommenden Tagen der reguläre Schulunterricht an allen allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen aus. Einige Kreisverwaltungen verweisen darauf, dass trotz eines pausenlosen Einsatzes der Räumdienste die Schulbeförderung mit Bussen nicht sichergestellt werden könne. Wenig später teilte auch das Land Bremen mit, dass die Schulen am Freitag auf Distanzunterricht umstellen. Wetterchaos: Schulausfall am Freitag in Hamburg – das müssen Eltern wissen Liste liefert Überblick: Schulen im Nordwesten sagen Präsenzunterricht ab Schneesturm zwingt Kreuzfahrtriesen zur Kehrtwende Der bevorstehende Schneesturm zwingt die "Aida Nova" zur Planänderung. Das Kreuzfahrtschiff kehrt einen Tag früher als geplant nach Hamburg zurück. Das teilte die Rostocker Reederei Aida Cruises mit. Die "Aida Nova" befindet sich derzeit auf der beliebten Metropolenroute und hat bereits Zeebrügge, Le Havre sowie Cherbourg angelaufen. Der für Donnerstag geplante Aufenthalt im englischen Southampton entfällt nun ersatzlos. Mehr zu den Folgen des Schneesturms für die "Aida Nova" lesen Sie hier . Schnee und Eis: Wahrzeichen Hamburgs gesperrt In Hamburg ist am Donnerstagmorgen ein wichtiges Wahrzeichen abgeriegelt worden. Die Köhlbrandbrücke ist wegen Schnee und Eis gesperrt , teilte die Polizei auf der Plattform X mit. Wann die Brücke wieder freigegeben werden kann, steht noch nicht fest. "Eilig geht heute morgen gar nichts", hieß es aus der Verkehrsleitzentrale. Die Köhlbrandbrücke ist die zweitlängste Straßenbrücke Deutschlands. Sie liegt im Hamburger Hafen . Winterwetter löst S-Bahn-Chaos in Hamburg aus In Hamburg müssen sich die Menschen wegen Schneefalls und Glätte auf massive Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen . Mehrere S-Bahn-Linien fahren nicht oder verspätet, wie am Donnerstag mitgeteilt wurde. Auch der Busverkehr in Hamburg und im Umland ist betroffen: "In einigen Stadtgebieten können unsere Busse aufgrund der Straßenverhältnisse nicht die regulären Linienwege fahren", teilte eine Sprecherin der Hamburger Hochbahn mit. Winterwetter und Sturm: "Rechnen mit Schädel-Hirn-Traumata" Die Krankenhäuser in vielen Regionen stellen sich auf Glätteunfälle und großen Andrang in den Notaufnahmen ein. "Wir rechnen mit Brüchen, Platzwunden und Schädel-Hirn-Traumata durch Stürze aller Art", erklärte etwa Angela Kijewski vom Unfallkrankenhaus Berlin auf Anfrage von t-online. Generell sei man als Unfallkrankenhaus auf Massenanfälle von Verletzten vorbereitet, sagte die Sprecherin. Aber: "Auch wir haben unsere Grenzen." Menschen sollten bei der prekären Wetterlage am besten zu Hause bleiben und – falls sich das nicht umgehen lässt – draußen vorsichtig sein. Großer Ansturm auf Streusalz – Engpässe in Baumärkten Das Streusalzverbot in Hamburg ist aufgehoben – und die Nachfrage in den Baumärkten nach Taumitteln steigt enorm. Es kommt zu Engpässen . Die Umweltorganisation BUND appellierte unterdessen an Hausbesitzer, auf Streusalz zu verzichten und stattdessen Sand, Kies, Sägespäne oder umweltzertifizierte Streumittel zu nutzen. Salz dringe mit dem Schmelzwasser in den Boden ein und sammele sich dort über die Jahre an. Es verändere den Nährstoffgehalt des Bodens und führe zu Schäden an Wurzeln. DWD ruft amtliche Wetterwarnung aus Schon bevor der angekündigte Schneeorkan Deutschland mit voller Wucht erreicht, ruft der Deutsche Wetterdienst (DWD) amtliche Warnungen für über 300 Städte und Landkreise aus. Teilweise gilt Alarmstufe Orange wegen strengen Frosts. Fast flächendeckend wurde eine Glättewarnung ausgerufen. Meteorologen warnen vor "katastrophaler Verkehrslage" Ein massiver Schneesturm mit Schnee, Eisregen und Orkanböen nimmt Kurs auf Deutschland: Bereits am Donnerstag kommt es insbesondere im Westen Deutschlands zu starken Schneefällen. Am Freitag wird es dann ernst: Im Norden und Osten drohen teilweise Schneemengen von bis zu 50 Zentimeter, warnte der NDR-Meteorologe Sebastian Wache. Aufgrund von heftigen Schneeverwehungen sei eine "katastrophale Verkehrslage" nicht ausgeschlossen. Der Wetterexperte Karsten Brandt wurde in der "Bild"-Zeitung vom Dienstag deutlich. Für Norddeutschland warnt er: "Planen Sie um, bleiben Sie zu Hause. Auf den Straßen besteht am Donnerstag und am Freitag Lebensgefahr!" Feuerwehr rettet hilflosen Hund aus eisigem See Die Feuerwehr hat am Mittwoch einen Hund aus dem Bremer Werdersee gerettet. Das Tier war auf dem nur teilweise zugefrorenen See ins Wasser geraten, wie die Feuerwehr mitteilte . Ein Feuerwehrmann habe sich zu dem Hund vorgearbeitet und ihn an Land gebracht. Das Tier habe sich nicht mehr selbst ans Ufer retten können. Doppelte Wetterwarnung für München Für München gelten aktuell mehrere amtliche Warnungen . Der DWD warnt bis Donnerstagvormittag vor Glätte, es besteht Rutschgefahr, insbesondere im Straßenverkehr . Zudem gilt seit Mittwochabend bis Donnerstagvormittag eine Frostwarnung: Bei Temperaturen bis zu minus 8 Grad sind mögliche Frostschäden nicht ausgeschlossen, entsprechende Schutzmaßnahmen werden empfohlen. Ausnahmen am Flughafen Frankfurt wegen des Winterwetters Am Frankfurter Airport müssen weiter Maschinen enteist werden. Das hat erneut Lockerungen beim Nachtflugverbot zur Folge. Mehr dazu erfahren Sie hier . DWD warnt in Berlin vor Temperaturen bis minus 15 Grad Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine amtliche Warnung vor strengem Frost für Berlin und weite Teile Brandenburgs herausgegeben . Demnach sinken die Temperaturen auf minus 9 bis minus 13 Grad. In Tal- und Muldenlagen kann das Thermometer sogar auf minus 15 Grad fallen. Die Warnung gilt seit Mittwochabend und läuft bis mindestens Donnerstagvormittag um 11 Uhr. Der DWD stuft die Lage als "markantes Wetter" ein und warnt vor möglichen erheblichen Frostschäden, Unterkühlung bei längerem Aufenthalt im Freien sowie einfrierende Wasserleitungen.